Muetter
Über das Werk
Das Gemälde „Muetter“ von Albin Egger Lienz zeigt drei Figuren in einer intimen, fast sakralen Anordnung: eine Frau hält ein Kind auf dem Schoß, eine weitere sitzt nachdenklich daneben, während im Hintergrund eine dritte Figur auf einer Art Trage ruht. Die Komposition wirkt ruhig und schwerelos zugleich, als ob Zeit und Raum in diesem Moment stillstehen würden. Der Kunstdruck auf echter Künstler-Leinwand verleiht der Szene eine tiefe Materialität, die die emotionale Wirkung des Werks verstärkt.
Die stille Kraft der Mütterlichkeit
Visuell dominiert das Bild durch eine reduzierte Farbpalette aus Ocker, Braun und Weiß, die eine fast monochrome Wirkung erzeugt. Die Figuren sind in einer flächigen, fast archaischen Komposition angeordnet – die Körper wirken skulptural, die Gesichter ausdrucksstark, aber nicht dramatisch. Das Licht fällt gleichmäßig, ohne harte Schatten, was der Szene eine fast liturgische Ruhe verleiht. Der Hintergrund bleibt unscharf und abstrakt, wodurch der Fokus vollständig auf den Figuren und ihrer stummen Beziehung liegt.
Das Leinwandbild wirkt besonders gut in ruhigen, warmen Räumen wie dem Wohnzimmer oder Schlafzimmer, wo es als zentrales Element einer gemütlichen Einrichtung dient. Es passt schön zu neutralen Wandfarben wie Cremeweiß, Ocker oder Terrakotta sowie zu Holzmöbeln oder Textilien im skandinavischen oder rustikalen Stil. Im Büro oder Flur kann es als beruhigender Kontrapunkt zu moderner Architektur dienen.
Albin Egger Lienz gilt als bedeutender Vertreter der österreichischen Malerei des frühen 20. Jahrhunderts, dessen Werk zwischen Realismus und expressiver Formgebung oszilliert. Seine Gemälde zeichnen sich durch eine tiefe menschliche Würde und eine fast monumentale Ruhe aus. „Muetter“ gehört zu seinen späten Werken, in denen er sich intensiv mit Themen der Familie und des Alltags auseinandersetzte.
Das Leinwandbild ist im Querformat erhältlich – jede Größe wird individuell auf Bestellung handgefertigt. Der Bildausschnitt kann je nach gewähltem Format leicht variieren, um die Komposition optimal zu erhalten.
Über Albin Egger Lienz
Von seinen Bildern, die er während seines Studiums malte, erhielten die „Heiligen Familie“ und „Karfreitag“, erste Auszeichnungen in Form einer kleinen und einer großen silbernen Medaille von der Akademie verliehenen. Albin Egger-Lienz arbeitete nach Beendigung seines Studiums sowohl in München, als auch in seiner Heimat Osttirol als freiberuflicher Kunstmaler. Er ehelichte 1899 im Alter von 31 Jahren Laura Helene Dorothea von Möllwald und ließ sich mit seiner Frau in Wien, ihrer Geburtsstadt nieder.
Als Mitbegründer des „Hagenbundes“ und Mitbegründer der Genossenschaft der bildenden Künstler Wiens nahm er an der Pariser Weltausstellung teil und erhielt für seine Arbeit „Nach dem Friedensschluss“ eine Bronzemedaille. Beeinflusst von Franz Defregger, stellte er Szenen aus dem bäuerlichen Alltag in gedeckten und erdigen Farben, aber auch religiöse Themen dar. 1909 trat er der Wiener Secession bei und wurde vom Kollegenkreis der Akademie als Kandidat für eine Professur vorgeschlagen. Der Thronfolger Franz Ferdinand lehnte ihn aber ab, mit der Begründung, sein Gemälde „Der Totentanz“ das zum 60. Regierungsjubiläum des Kaisers Franz Josefs ausgestellt wurde, entbehre jedweder Pietät und wäre unpatriotisch.
Zusammen mit seiner Frau verließ er Wien und zog nach Hall in Tirol und schloss Bekanntschaft mit den Künstlern des Brennerkreises. 1912 ging er für ein Jahr als Lehrer an die Großherzogliche Hochschule für bildende Kunst nach Weimar. 1913 fand er in St. Justina sein Zuhause und unterhielt in Klausen mit einigen seiner Schülern eine kleine Kunstschule. Ende April 1915 meldete sich Egger-Lienz freiwillig zu den Tiroler Standschützen. Im Mai wurde er zur Verteidigung von Bozen an die Front geschickt. Sein Einsatz im Ersten Weltkrieg fand aber bald ein Ende, als ein Arzt bei dem inzwischen 47jährigen Herzbeschwerden konstatierte und es ihm so ermöglichte unversehrt nach Hause zu kehren.
Er arbeitete als künstlerischer Beirat im Kriegsfürsorgeamt und als Kriegsmaler. In teils hochgelegen Gebirgsstellungen schuf er teils monumentale Bilder vom Elend des Krieges, vom Leben und Sterben an der Front. Bilder, die später als Vorlage für die faschistische und nationalsozialistische Malerei dienen sollten. 1919, nach Ende des Ersten Weltkriegs bekommt er jetzt eine Professur an der Wiener Akademie angeboten, die er aber abweist, ebenso das zweite Angebot 1925. Von der Universität Innsbruck bekam er die Ehrendoktorwürde verliehen und die Stadt Lienz ernannt ihn zum Ehrenbürger.
Er zog sich auf sein Anwesen in St. Justina, den Grünwaldhof, zurück, wo er am 4. November verstarb.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
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