Pieta
Über das Werk
Die „Pieta" von Albin Egger-Lienz zeigt eine moderne, radikal vereinfachte Darstellung der Totenklage. Vier Figuren versammeln sich um einen auf einem Tisch aufgebahrten nackten Körper – eine nüchterne, beinahe archaische Komposition in gedämpften Erdtönen. Das Werk verzichtet auf jede Sentimentalität und gewinnt gerade durch diese Reduktion eine eindringliche, zeitlose Kraft.
Stille Trauer in reduzierter Form
Das Gemälde ist von einer konsequenten Flächigkeit geprägt. Die Farbpalette beschränkt sich auf warme Braun-, Beige- und Ockertöne, die nur durch das helle Weiß des Lendentuchs unterbrochen werden. Der leblose Körper liegt zentral auf einer schlichten Holzfläche, die Gliedmaßen wirken schwer und leblos. Links und rechts flankieren ihn vier Figuren mit ausdruckslosen, maskenhafte Gesichtern, ihre Haltung ist starr und feierlich. Die Komposition folgt einer strengen Symmetrie, die der Szene eine rituelle, fast ikonenhafte Wirkung verleiht.
Dieser Kunstdruck wirkt besonders gut in Räumen, die Ruhe und Konzentration fördern – etwa in einem Arbeitszimmer, einer Bibliothek oder einem zurückhaltend gestalteten Wohnbereich. Zu hellen, neutralen Wandfarben wie Grau, Beige oder gebrochenem Weiß entfaltet das Leinwandbild seine volle Präsenz. Ein schlichter, moderner Einrichtungsstil mit klaren Linien unterstreicht die Ernsthaftigkeit und Klarheit der Darstellung.
Albin Egger-Lienz gehört zu den bedeutenden österreichischen Malern des frühen 20. Jahrhunderts. Sein Werk steht zwischen Symbolismus und Expressionismus und zeichnet sich durch monumentale, oft sozial engagierte Themen aus. Die „Pieta" ist ein charakteristisches Beispiel für seinen reduzierten, kraftvollen Stil, der traditionelle religiöse Motive in eine zeitgemäße Bildsprache überführt.
Das Werk wird im Querformat als hochwertiger Leinwanddruck auf echter Künstlerleinwand in Deutschland handgefertigt. Sie können jede gewünschte Größe wählen – der Bildausschnitt kann je nach Format leicht variieren, um die Proportionen optimal anzupassen.
Über Albin-Egger-Lienz
Von seinen Bildern, die er während seines Studiums malte, erhielten die „Heiligen Familie“ und „Karfreitag“, erste Auszeichnungen in Form einer kleinen und einer großen silbernen Medaille von der Akademie verliehenen. Albin Egger-Lienz arbeitete nach Beendigung seines Studiums sowohl in München, als auch in seiner Heimat Osttirol als freiberuflicher Kunstmaler. Er ehelichte 1899 im Alter von 31 Jahren Laura Helene Dorothea von Möllwald und ließ sich mit seiner Frau in Wien, ihrer Geburtsstadt nieder.
Als Mitbegründer des „Hagenbundes“ und Mitbegründer der Genossenschaft der bildenden Künstler Wiens nahm er an der Pariser Weltausstellung teil und erhielt für seine Arbeit „Nach dem Friedensschluss“ eine Bronzemedaille. Beeinflusst von Franz Defregger, stellte er Szenen aus dem bäuerlichen Alltag in gedeckten und erdigen Farben, aber auch religiöse Themen dar. 1909 trat er der Wiener Secession bei und wurde vom Kollegenkreis der Akademie als Kandidat für eine Professur vorgeschlagen. Der Thronfolger Franz Ferdinand lehnte ihn aber ab, mit der Begründung, sein Gemälde „Der Totentanz“ das zum 60. Regierungsjubiläum des Kaisers Franz Josefs ausgestellt wurde, entbehre jedweder Pietät und wäre unpatriotisch.
Zusammen mit seiner Frau verließ er Wien und zog nach Hall in Tirol und schloss Bekanntschaft mit den Künstlern des Brennerkreises. 1912 ging er für ein Jahr als Lehrer an die Großherzogliche Hochschule für bildende Kunst nach Weimar. 1913 fand er in St. Justina sein Zuhause und unterhielt in Klausen mit einigen seiner Schülern eine kleine Kunstschule. Ende April 1915 meldete sich Egger-Lienz freiwillig zu den Tiroler Standschützen. Im Mai wurde er zur Verteidigung von Bozen an die Front geschickt. Sein Einsatz im Ersten Weltkrieg fand aber bald ein Ende, als ein Arzt bei dem inzwischen 47jährigen Herzbeschwerden konstatierte und es ihm so ermöglichte unversehrt nach Hause zu kehren.
Er arbeitete als künstlerischer Beirat im Kriegsfürsorgeamt und als Kriegsmaler. In teils hochgelegen Gebirgsstellungen schuf er teils monumentale Bilder vom Elend des Krieges, vom Leben und Sterben an der Front. Bilder, die später als Vorlage für die faschistische und nationalsozialistische Malerei dienen sollten. 1919, nach Ende des Ersten Weltkriegs bekommt er jetzt eine Professur an der Wiener Akademie angeboten, die er aber abweist, ebenso das zweite Angebot 1925. Von der Universität Innsbruck bekam er die Ehrendoktorwürde verliehen und die Stadt Lienz ernannt ihn zum Ehrenbürger.
Er zog sich auf sein Anwesen in St. Justina, den Grünwaldhof, zurück, wo er am 4. November verstarb.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
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