Waldinneres
Über das Werk
„Waldinneres" von Albin Egger Lienz zeigt einen dichten Nadelwald, dessen schlanke Stämme sich rhythmisch über die gesamte Bildfläche verteilen. Die Komposition lebt von der Vertikalität der Bäume und dem Wechselspiel zwischen dunklen Schattenzonen im Vordergrund und dem diffusen Licht, das aus der Tiefe des Waldes dringt. Die reduzierte Farbpalette in Grün-, Ocker- und Brauntönen verleiht dem Werk eine ruhige, konzentrierte Atmosphäre.
Ein dichter Wald voller Stille
Das Bild zeigt einen Ausschnitt aus einem Nadelwald, in dem die Baumstämme nahezu das gesamte Bildfeld füllen. Egger Lienz arbeitet mit einer flächigen Malweise, bei der die Stämme als vertikale, teils breite Streifen erscheinen – mal dunkelbraun, mal in hellerem Grün oder Beige. Der Waldboden im unteren Bildbereich ist nur angedeutet, mit dunklem Unterholz und Schatten. Im Hintergrund wird die Farbgebung heller, fast gelblich-grün, was auf einfallendes Tageslicht hindeutet. Die Komposition verzichtet auf einen zentralen Fokuspunkt und erzeugt durch die Reihung der Stämme eine meditative Gleichmäßigkeit.
Als Leinwandbild wirkt „Waldinneres" besonders gut in ruhigen Räumen wie dem Schlafzimmer oder einem Lesebereich, wo die gedämpfte Farbigkeit zur Entspannung beiträgt. Auch in modernen Wohnzimmern mit natürlichen Materialien – Holz, Leinen, hellen Wänden – fügt sich das Werk harmonisch ein. Zu weißen oder beigefarbenen Wandflächen entsteht ein schöner Kontrast, ohne dass das Bild aufdringlich wirkt. Die Horizontale des Querformats betont die Weite des Waldes.
Albin Egger-Lienz zählt zu den bedeutenden österreichischen Malern des frühen 20. Jahrhunderts. Bekannt wurde er vor allem durch seine monumentalen Darstellungen des Tiroler Bauernlebens und seine markante, flächige Malweise, die Einflüsse des Symbolismus mit einer expressiven Formensprache verbindet. Seine Landschaftsbilder zeichnen sich durch reduzierte Kompositionen und eine kraftvolle, oft düstere Farbgebung aus.
Dieser Kunstdruck wird im Querformat individuell für Sie gefertigt. Je nach gewählter Größe kann der sichtbare Bildausschnitt leicht variieren, um optimale Proportionen zu gewährleisten.
Über Albin-Egger-Lienz
Von seinen Bildern, die er während seines Studiums malte, erhielten die „Heiligen Familie“ und „Karfreitag“, erste Auszeichnungen in Form einer kleinen und einer großen silbernen Medaille von der Akademie verliehenen. Albin Egger-Lienz arbeitete nach Beendigung seines Studiums sowohl in München, als auch in seiner Heimat Osttirol als freiberuflicher Kunstmaler. Er ehelichte 1899 im Alter von 31 Jahren Laura Helene Dorothea von Möllwald und ließ sich mit seiner Frau in Wien, ihrer Geburtsstadt nieder.
Als Mitbegründer des „Hagenbundes“ und Mitbegründer der Genossenschaft der bildenden Künstler Wiens nahm er an der Pariser Weltausstellung teil und erhielt für seine Arbeit „Nach dem Friedensschluss“ eine Bronzemedaille. Beeinflusst von Franz Defregger, stellte er Szenen aus dem bäuerlichen Alltag in gedeckten und erdigen Farben, aber auch religiöse Themen dar. 1909 trat er der Wiener Secession bei und wurde vom Kollegenkreis der Akademie als Kandidat für eine Professur vorgeschlagen. Der Thronfolger Franz Ferdinand lehnte ihn aber ab, mit der Begründung, sein Gemälde „Der Totentanz“ das zum 60. Regierungsjubiläum des Kaisers Franz Josefs ausgestellt wurde, entbehre jedweder Pietät und wäre unpatriotisch.
Zusammen mit seiner Frau verließ er Wien und zog nach Hall in Tirol und schloss Bekanntschaft mit den Künstlern des Brennerkreises. 1912 ging er für ein Jahr als Lehrer an die Großherzogliche Hochschule für bildende Kunst nach Weimar. 1913 fand er in St. Justina sein Zuhause und unterhielt in Klausen mit einigen seiner Schülern eine kleine Kunstschule. Ende April 1915 meldete sich Egger-Lienz freiwillig zu den Tiroler Standschützen. Im Mai wurde er zur Verteidigung von Bozen an die Front geschickt. Sein Einsatz im Ersten Weltkrieg fand aber bald ein Ende, als ein Arzt bei dem inzwischen 47jährigen Herzbeschwerden konstatierte und es ihm so ermöglichte unversehrt nach Hause zu kehren.
Er arbeitete als künstlerischer Beirat im Kriegsfürsorgeamt und als Kriegsmaler. In teils hochgelegen Gebirgsstellungen schuf er teils monumentale Bilder vom Elend des Krieges, vom Leben und Sterben an der Front. Bilder, die später als Vorlage für die faschistische und nationalsozialistische Malerei dienen sollten. 1919, nach Ende des Ersten Weltkriegs bekommt er jetzt eine Professur an der Wiener Akademie angeboten, die er aber abweist, ebenso das zweite Angebot 1925. Von der Universität Innsbruck bekam er die Ehrendoktorwürde verliehen und die Stadt Lienz ernannt ihn zum Ehrenbürger.
Er zog sich auf sein Anwesen in St. Justina, den Grünwaldhof, zurück, wo er am 4. November verstarb.
So wirkt es an Ihrer Wand
Beispieldarstellung: Wählen Sie oben ein Format, um die Größe in der Vorschau zu sehen. Format und Größe hängen von Ihrer Auswahl ab.
Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
Unsere Empfehlung – Zusatzschutz: Auf Wunsch versiegeln wir Ihr Bild von Hand mit der Art-Finish Schutzveredelung – besonders widerstandsfähig gegen Kratzer, mit seidigem Glanz.