Vorbeigehender Soldat
Über das Werk
„Vorbeigehender Soldat" von Albin Egger-Lienz zeigt einen schreitenden Soldaten in markanter Frontalansicht, reduziert auf wenige, aber umso wirksamere Striche und Schattierungen. Die schwarz-weiße Komposition konzentriert sich auf die monumentale Figur mit Helm, Uniform und aufgepflanztem Bajonett, während im Hintergrund andeutungsweise ein Kirchturm erscheint. Diese Darstellung verbindet bildhauerische Kraft mit skizzenhafter Unmittelbarkeit.
Monumentale Reduktion eines Soldatenmotivs
Das Werk arbeitet mit starken Hell-Dunkel-Kontrasten und einer bewussten Reduzierung der Form. Der Soldat füllt als dominante Vertikale nahezu die gesamte Bildfläche, sein Körper wird durch breite schwarze Flächen und helle Aussparungen modelliert. Die Uniform mit Schulterstücken und der charakteristische Helm sind prägnant herausgearbeitet, während Gesichtszüge in tiefen Schatten liegen. Das aufgerichtete Gewehr mit Bajonett verstärkt die Vertikale zusätzlich. Links am Bildrand deutet eine skizzenhafte Hundsfigur auf Bewegung hin, rechts oben erscheint ein kleiner Kirchturm als einziger Hinweis auf räumliche Tiefe. Der helle, nahezu weiße Hintergrund lässt die dunkle Figur kraftvoll hervortreten.
Als Leinwandbild entfaltet „Vorbeigehender Soldat" seine Wirkung besonders in Räumen mit klarer, reduzierter Gestaltung. Die grafische Strenge fügt sich gut zu hellen Wandflächen in Weiß, hellem Grau oder Beige ein. In einem Arbeitszimmer oder Büro unterstreicht das Werk eine konzentrierte Atmosphäre, während es im Flur oder Treppenhaus durch seine vertikale Ausrichtung architektonische Linien aufnimmt. Auch zu modernen Einrichtungen mit klaren Formen oder zu rustikalen Holzmöbeln lässt sich dieser Kunstdruck gut kombinieren.
Albin Egger-Lienz gehört zu den bedeutenden österreichischen Malern des frühen 20. Jahrhunderts. Seine Werke zeichnen sich durch monumentale Figurenauffassung und reduzierte Formensprache aus, die zwischen Symbolismus und Expressionismus einzuordnen ist. Besonders seine Auseinandersetzung mit Kriegsthemen prägte sein Spätwerk nachhaltig.
Dieser Leinwanddruck wird im Hochformat angeboten und in Deutschland individuell für Sie gefertigt. Je nach gewählter Größe kann der Bildausschnitt leicht variieren, sodass die Komposition optimal zur Geltung kommt.
Über Albin Egger Lienz
Von seinen Bildern, die er während seines Studiums malte, erhielten die „Heiligen Familie“ und „Karfreitag“, erste Auszeichnungen in Form einer kleinen und einer großen silbernen Medaille von der Akademie verliehenen. Albin Egger-Lienz arbeitete nach Beendigung seines Studiums sowohl in München, als auch in seiner Heimat Osttirol als freiberuflicher Kunstmaler. Er ehelichte 1899 im Alter von 31 Jahren Laura Helene Dorothea von Möllwald und ließ sich mit seiner Frau in Wien, ihrer Geburtsstadt nieder.
Als Mitbegründer des „Hagenbundes“ und Mitbegründer der Genossenschaft der bildenden Künstler Wiens nahm er an der Pariser Weltausstellung teil und erhielt für seine Arbeit „Nach dem Friedensschluss“ eine Bronzemedaille. Beeinflusst von Franz Defregger, stellte er Szenen aus dem bäuerlichen Alltag in gedeckten und erdigen Farben, aber auch religiöse Themen dar. 1909 trat er der Wiener Secession bei und wurde vom Kollegenkreis der Akademie als Kandidat für eine Professur vorgeschlagen. Der Thronfolger Franz Ferdinand lehnte ihn aber ab, mit der Begründung, sein Gemälde „Der Totentanz“ das zum 60. Regierungsjubiläum des Kaisers Franz Josefs ausgestellt wurde, entbehre jedweder Pietät und wäre unpatriotisch.
Zusammen mit seiner Frau verließ er Wien und zog nach Hall in Tirol und schloss Bekanntschaft mit den Künstlern des Brennerkreises. 1912 ging er für ein Jahr als Lehrer an die Großherzogliche Hochschule für bildende Kunst nach Weimar. 1913 fand er in St. Justina sein Zuhause und unterhielt in Klausen mit einigen seiner Schülern eine kleine Kunstschule. Ende April 1915 meldete sich Egger-Lienz freiwillig zu den Tiroler Standschützen. Im Mai wurde er zur Verteidigung von Bozen an die Front geschickt. Sein Einsatz im Ersten Weltkrieg fand aber bald ein Ende, als ein Arzt bei dem inzwischen 47jährigen Herzbeschwerden konstatierte und es ihm so ermöglichte unversehrt nach Hause zu kehren.
Er arbeitete als künstlerischer Beirat im Kriegsfürsorgeamt und als Kriegsmaler. In teils hochgelegen Gebirgsstellungen schuf er teils monumentale Bilder vom Elend des Krieges, vom Leben und Sterben an der Front. Bilder, die später als Vorlage für die faschistische und nationalsozialistische Malerei dienen sollten. 1919, nach Ende des Ersten Weltkriegs bekommt er jetzt eine Professur an der Wiener Akademie angeboten, die er aber abweist, ebenso das zweite Angebot 1925. Von der Universität Innsbruck bekam er die Ehrendoktorwürde verliehen und die Stadt Lienz ernannt ihn zum Ehrenbürger.
Er zog sich auf sein Anwesen in St. Justina, den Grünwaldhof, zurück, wo er am 4. November verstarb.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
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