Die Fischdiebe
Über das Werk
Im Gemälde „Die Fischdiebe“ von Fritz Erler entfaltet sich eine szenische Momentaufnahme am Flussufer, in der Alltäglichkeit und Spannung miteinander verschmelzen. Die Frau im gelben Korsett, die sich über das Wasser beugt, und der Junge, der im flachen Wasser steht, bilden den Fokus einer ruhigen, doch dynamischen Komposition. Das Werk wirkt durch seine Farbgebung und die leichte Unschärfe der Hintergrundfiguren wie ein eingefangener Augenblick aus einer vergangenen Zeit – sanft, aber prägnant.
Die Szene am Fluss
Das Bild zeichnet sich durch eine weiche Farbpalette aus, in der Grüntöne des Ufers und das gedämpfte Blau des Wassers dominieren. Der Baum im Vordergrund, dessen Stamm diagonal durch das Bild führt, lenkt den Blick auf die zentralen Figuren und schafft räumliche Tiefe. Das Licht fällt diffus, was der Szene eine träumerische Qualität verleiht. Im Hintergrund sind schemenhaft weitere Personen und ein kleines Boot zu erkennen, die die Handlung nicht stören, sondern in die Atmosphäre einbinden.
Das Leinwandbild „Die Fischdiebe“ von Fritz Erler wirkt besonders gut in Wohn- oder Essbereichen, wo die natürliche Farbgebung und die ruhige Stimmung eine beruhigende Wirkung entfalten. Es passt schön zu hellen Wandfarben wie Cremeweiß oder zartem Grün und harmoniert mit klassischer, landhausnaher oder skandinavischer Einrichtung. Auch im Flur oder im Arbeitszimmer kann das Werk durch seine ruhige Komposition für eine angenehme Umgebung sorgen.
Fritz Erler, deutscher Maler des frühen 20. Jahrhunderts, gehörte der Düsseldorfer Schule an und arbeitete in einem Stil, der zwischen Realismus und impressionistischer Malweise vermittelt. Seine Werke zeichnen sich durch eine sorgfältige Beobachtung des Alltags und eine feine Farbgestaltung aus. „Die Fischdiebe“ ist ein typisches Beispiel für seine Fähigkeit, alltägliche Szenen mit einer gewissen poetischen Distanz festzuhalten.
Der Kunstdruck ist im Hochformat erhältlich – jede Größe wird individuell auf echter Künstler-Leinwand handgefertigt. Je nach gewähltem Format kann der Bildausschnitt leicht variieren, um die Komposition optimal zu nutzen und das Werk in jedem Raum harmonisch wirken zu lassen.
Über Fritz Erler
1875 zog die Familie nach Strehlen, wo er das Gymnasium besuchte. Ab 1886 studierte er an der Königlichen Kunst- und Gewerbeschule in Breslau und wurde zum Meisterschüler bei bei Albrecht Peter Bräuer. Ab 1889 lernte er an verschiedenen Kunstakademien, so lernte er in Berlin, Weimar und München, um von 1892 bis 1894 die private Académie Julian in Paris zu besuchen.
In München, wo sich Fritz Erler 1894 schließlich niederließ, wurde er mit dem Verleger Georg Hirth und dem Publizisten Fritz von Orsini Mitherausgeber der Zeitschrift „Die Jugend“. Die wurde zum erfolgreichen Sprachrohr der neuen, fortschrittlichen Stilbewegung des Jugendstils.Bis 1916 gehörte er dem festen Mitarbeiterstab an.
1899 gründete er mit einer Reihe anderer Künstler die Münchner Künstlervereinigung „Die Scholle“, die bis 1910 bestehen sollte. Die Gruppe zog in den Sommermonaten zum Arbeiten nach Holzhausen an den Ammersee und hier lernte Erler auch Anna Hörger kennen, die er 1903 heiratete. Der Sohn Dietrich kam drei Jahre später zur Welt.
Da der Maler seit 1893 kunstgewerbliche Entwürfe für Glasfenster, Vasen und Buchdeckel, später auch Möbel sowie Bühnen- und Innendekorationen anfertigte, war er um die Jahrhundertwende einer der begehrtesten Künstler in München. und erhielt 1906 den Auftrag, die Fresken im Kurhaus, im sogenannten Muschelsaal, in Wiesbaden zu gestalten.
Die spektakuläre Farbgebung seiner eigenwilligen Komposition der „Vier Jahreszeiten“ wurde von Wilhelm II bei der Einweihung harsch kritisiert, was aber seiner Bekanntheit nur förderlich war. 1908 erhielt er sogar den Titel eines königlichen Professors.
Erler war bis zum Ersten Weltkrieg ein äußerst vielseitiger und populärer Künstler, dessen zahlreichen Porträts und großformatigen Gemälde, seine Entwürfe von Exlibris, Fresken und Mosaiken im Jugendstil, Bühnenbilder und Kostüme mit mehreren Gold- und Silbermedaillen ausgezeichnet wurden.
Im Ersten Weltkrieg war Erler als offizieller Kriegsmaler auf den Kriegsschauplätzen tätig und vom Geschehen ebenso fasziniert wie entsetzt. Es entstanden zahlreiche Gemälde und Grafiken mit patriotischem und heroischen Inhalt. Die Oberste Heeresleitung nutzte seine Werke für ihre Kriegspropaganda. Für seine Kriegsanleiheplakate wurde er mit dem König-Ludwig-Kreuz geehrt.
Nach Ende des Krieges wurden seine Arbeiten, obwohl stilistisch nicht mehr so aktuell, auch weiterhin geschätzt und gekauft. Seine Lage verschlechterte sich auch nicht nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten, da er von offizieller Seite den Auftrag erhielt, von mehreren nationalsozialistischen Größen und von Adolf Hitler Porträts anzufertigen.
Sein letzter großer Auftrag bestand 1937 aus einem Zyklus von monumentalen Glasmosaiken mit heroischem Inhalt und einer nordischen Menschendarstellung für die Reichshauptbank in Berlin, die von Hitler persönlich genehmigt wurde.
Am 11. Dezember 1940 starb Fritz Erler in München und wurde auf dem Friedhof in Holzhausen am Ammersee begraben. Der Maler selbst und sein Werk geriet in Vergessenheit.
So wirkt es an Ihrer Wand
Beispieldarstellung: Wählen Sie oben ein Format, um die Größe in der Vorschau zu sehen. Format und Größe hängen von Ihrer Auswahl ab.
Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
Unsere Empfehlung – Zusatzschutz: Auf Wunsch versiegeln wir Ihr Bild von Hand mit der Art-Finish Schutzveredelung – besonders widerstandsfähig gegen Kratzer, mit seidenmattem Glanz.