Frau im Park am Brunnen
Über das Werk
„Frau im Park am Brunnen" von Fritz Erler zeigt eine ruhende Frauenfigur am Rand eines flachen Wasserbeckens, eingebettet in eine geometrisch geordnete Parkanlage. Die pastelligen Grün- und Cremetöne verleihen dem Werk eine kontemplative, nahezu zeitlose Atmosphäre, während die sichtbare Pinselführung dem Leinwandbild eine lebendige Textur schenkt.
Stille Eleganz in gedämpften Farben
Das Gemälde wird von einer sanften Farbpalette dominiert: hellgrüne Rasenflächen, die dichte dunkelgrüne Hecke im Mittelgrund und der pastellgelbe Himmel bilden einen harmonischen Dreiklang. Die Frau am Brunnenrand trägt ein gemustertes Kleid in Rosa- und Fliedertönen, das sich sanft vom kühlen Grün abhebt. Eine helle Säule im Vordergrund und weitere Steinelemente strukturieren die Komposition vertikal und führen den Blick zur zentralen Figur. Die lockere Malweise mit sichtbaren Pinselstrichen erzeugt eine atmosphärische Leichtigkeit, die typisch für Fritz Erlers dekorativen Stil ist.
Dieser Kunstdruck wirkt besonders gut in Räumen, die Ruhe und Eleganz ausstrahlen sollen. Im Wohnzimmer harmoniert er mit hellen Wandfarben in Creme, zartem Grau oder Pastelltönen und passt schön zu klassisch-modernen oder skandinavisch inspirierten Einrichtungen. Auch im Schlafzimmer entfaltet die beruhigende Parkszene ihre Wirkung, während sie in einem Flur oder Treppenhaus einen raffinierten Akzent setzt. Das gedämpfte Farbschema fügt sich unauffällig in bestehende Raumkonzepte ein.
Fritz Erler zählte zu den bedeutenden Vertretern der Münchner Secession und des Jugendstils im deutschen Sprachraum. Seine Werke zeichnen sich durch eine dekorative Formensprache und eine subtile Farbgebung aus, die oft gesellschaftliche Eleganz mit künstlerischer Zurückhaltung verbindet. Erler arbeitete als Maler, Grafiker und Plakatgestalter und prägte damit die visuelle Kultur seiner Zeit nachhaltig.
„Frau im Park am Brunnen" liegt im Querformat vor. Jeder Kunstdruck auf Leinwand wird individuell in Ihrem Wunschformat gefertigt, wobei der Bildausschnitt je nach gewählter Größe leicht variieren kann, um die optimale Bildwirkung zu erzielen.
Über Fritz Erler
1875 zog die Familie nach Strehlen, wo er das Gymnasium besuchte. Ab 1886 studierte er an der Königlichen Kunst- und Gewerbeschule in Breslau und wurde zum Meisterschüler bei bei Albrecht Peter Bräuer. Ab 1889 lernte er an verschiedenen Kunstakademien, so lernte er in Berlin, Weimar und München, um von 1892 bis 1894 die private Académie Julian in Paris zu besuchen.
In München, wo sich Fritz Erler 1894 schließlich niederließ, wurde er mit dem Verleger Georg Hirth und dem Publizisten Fritz von Orsini Mitherausgeber der Zeitschrift „Die Jugend“. Die wurde zum erfolgreichen Sprachrohr der neuen, fortschrittlichen Stilbewegung des Jugendstils.Bis 1916 gehörte er dem festen Mitarbeiterstab an.
1899 gründete er mit einer Reihe anderer Künstler die Münchner Künstlervereinigung „Die Scholle“, die bis 1910 bestehen sollte. Die Gruppe zog in den Sommermonaten zum Arbeiten nach Holzhausen an den Ammersee und hier lernte Erler auch Anna Hörger kennen, die er 1903 heiratete. Der Sohn Dietrich kam drei Jahre später zur Welt.
Da der Maler seit 1893 kunstgewerbliche Entwürfe für Glasfenster, Vasen und Buchdeckel, später auch Möbel sowie Bühnen- und Innendekorationen anfertigte, war er um die Jahrhundertwende einer der begehrtesten Künstler in München. und erhielt 1906 den Auftrag, die Fresken im Kurhaus, im sogenannten Muschelsaal, in Wiesbaden zu gestalten.
Die spektakuläre Farbgebung seiner eigenwilligen Komposition der „Vier Jahreszeiten“ wurde von Wilhelm II bei der Einweihung harsch kritisiert, was aber seiner Bekanntheit nur förderlich war. 1908 erhielt er sogar den Titel eines königlichen Professors.
Erler war bis zum Ersten Weltkrieg ein äußerst vielseitiger und populärer Künstler, dessen zahlreichen Porträts und großformatigen Gemälde, seine Entwürfe von Exlibris, Fresken und Mosaiken im Jugendstil, Bühnenbilder und Kostüme mit mehreren Gold- und Silbermedaillen ausgezeichnet wurden.
Im Ersten Weltkrieg war Erler als offizieller Kriegsmaler auf den Kriegsschauplätzen tätig und vom Geschehen ebenso fasziniert wie entsetzt. Es entstanden zahlreiche Gemälde und Grafiken mit patriotischem und heroischen Inhalt. Die Oberste Heeresleitung nutzte seine Werke für ihre Kriegspropaganda. Für seine Kriegsanleiheplakate wurde er mit dem König-Ludwig-Kreuz geehrt.
Nach Ende des Krieges wurden seine Arbeiten, obwohl stilistisch nicht mehr so aktuell, auch weiterhin geschätzt und gekauft. Seine Lage verschlechterte sich auch nicht nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten, da er von offizieller Seite den Auftrag erhielt, von mehreren nationalsozialistischen Größen und von Adolf Hitler Porträts anzufertigen.
Sein letzter großer Auftrag bestand 1937 aus einem Zyklus von monumentalen Glasmosaiken mit heroischem Inhalt und einer nordischen Menschendarstellung für die Reichshauptbank in Berlin, die von Hitler persönlich genehmigt wurde.
Am 11. Dezember 1940 starb Fritz Erler in München und wurde auf dem Friedhof in Holzhausen am Ammersee begraben. Der Maler selbst und sein Werk geriet in Vergessenheit.
So wirkt es an Ihrer Wand
Beispieldarstellung: Wählen Sie oben ein Format, um die Größe in der Vorschau zu sehen. Format und Größe hängen von Ihrer Auswahl ab.
Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
Unsere Empfehlung – Zusatzschutz: Auf Wunsch versiegeln wir Ihr Bild von Hand mit der Art-Finish Schutzveredelung – besonders widerstandsfähig gegen Kratzer, mit seidenmattem Glanz.