Im Münchner Hofgarten
Über das Werk
„Im Münchner Hofgarten" von Albert Weisgerber fängt das gesellige Treiben eines Sommertags in München ein. Flaneure in heller Kleidung bevölkern die breite Allee, die von mächtigen Bäumen gesäumt wird und auf einen klassizistischen Pavillon zuführt. Die lockere, impressionistische Malweise vermittelt die lebendige Atmosphäre eines öffentlichen Gartens zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Sommerliches Gesellschaftsleben im historischen Hofgarten
Das Gemälde zeigt eine belebte Parkszene mit dutzenden Figuren, die in kleinen Gruppen flanieren oder verweilen. Die Farbpalette wird von verschiedenen Grüntönen der Bäume und einem leuchtenden Sommerhimmel mit weißen Wolken bestimmt. Die Figuren sind mit lockeren Pinselstrichen in Weiß, Grau und dunklen Tönen angelegt, einige Sonnenschirme setzen helle Akzente. Der zentrale Pavillon mit seiner markanten Kuppel bildet den architektonischen Fluchtpunkt der Komposition. Weisgerber arbeitet mit einem pastosen Farbauftrag und impressionistischer Lichtführung, die der Szene eine unmittelbare, lebendige Qualität verleiht.
Als Leinwandbild wirkt „Im Münchner Hofgarten" besonders gut in Räumen, die eine gesellige, offene Atmosphäre ausstrahlen – im Wohnzimmer über dem Sofa, im Esszimmer oder in einem hellen Flur. Die gedämpften Grün- und Grautöne harmonieren mit klassischen wie modernen Einrichtungen und passen schön zu hellen Wandfarben in Weiß, Beige oder zartem Grau. Das Querformat eignet sich für breitere Wandflächen und vermittelt einen ruhigen, horizontalen Rhythmus.
Albert Weisgerber gehörte zur Generation deutscher Maler, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts zwischen Impressionismus und Expressionismus arbeiteten. Er studierte in München und entwickelte einen charakteristischen Stil, der atmosphärische Stadtansichten und Gesellschaftsszenen mit malerischer Freiheit einfing. Sein Werk spiegelt das urbane Leben der Vorkriegszeit wider.
Dieser Kunstdruck wird in Ihrem Wunschformat individuell auf echte Künstlerleinwand gefertigt. Da es sich um ein Querformat handelt, kann der sichtbare Bildausschnitt je nach gewählter Größe leicht variieren, um optimale Proportionen zu gewährleisten.
Über Albert Weisgerber
1894 zog er nach München und besuchte drei Jahre lang die dortige Kunstgewerbeschule. Sein Studium an der Akademie der Bildenden Künste begann er bei Gabriel Hackl, um später ein Meisterschüler in der Klasse von Franz Stuck zu werden. Er arbeitete seit Beginn seines Studiums als Zeichner für die Zeitschrift „Die Jugend“, verdiente sich damit seinen Lebensunterhalt und behielt diese Tätigkeit bis kurz vor seinem Tode bei.
Mit einigen seiner Malerkollegen, die er an der Akademie kennenlernte, unter anderen auch Wassily Kandinsky, Paul Klee, Fritz Burger-Mühlfeld und Gino von Finetti, um nur einige zu nennen, schloß er eine lebenslang anhaltende Freundschaft. Er gründete zusammen mit seinen Freunden, darunter auch die Künstler Alfred Kubin, den Verein „Die Sturmfackel“. Auch Alfred Lörcher und Rudolf Levy gehören der Vereinigung an.
Seinen Militärdienst leistete er im Jahre 1902 ab, danach hielt er sich immer öfter in St. Ingbert, seiner Heimatstadt, auf. In dieser Umgebung und unter dem Einfluss der französischen Impressionisten, schuf er eine ganze Serie von „Biergarten-Bildern“. Er begann erste Reisen zu unternehmen, machte in Paris die Bekanntschaft von Henri Matisse und dessen Bildern und ließ sich von so bedeutenden Malern wie Henri de Toulouse-Lautrec, El Greco, Paul Cezanne und Edouard Manet inspririeren.
Deren Arbeiten beeinflussten seinen späteren Malstil hin zum Impressionismus und hinterließen einen starken Eindruck, was sich auch in seinen Gemälden, die Szenen aus den Pariser Cafes und Varietes zeigten, erkennen ließ. Um seinen Lebensstil zu finanzieren nahm er auch Auftragsarbeiten an und malte Porträts.
Zurück in München, lernte er in einem der vielen Cafes, die das Künstlervolk besuchte, seine spätere Frau, eine jüdische Malerin Margarete Pohl, kennen. Er heiratete dieTochter eines Prager Bankiers 1907. In den freiheitsliebenden Kreisen, in denen das Ehepaar verkehrte fanden sich nicht nur Maler, sondern auch Gesellschaftskritiker, Literaten und Publizisten zusammen. Darunter auch Joachim Ringelnatz. Wilhelm Hausenstein, Theodor Heuss und Erich Mühsam.
Hausenstein, von dem er auch ein Porträt anfertigte, verfasste nach Weisgerbers Ableben seine Biografie. Als die Münchner Pinakothek und die Städtische Galerie in Frankfurt einige seiner Bilder aufkauften, begann sein internationaler Erfolg. Er reiste mit seinem Freund Gino von Finetti 1909 nach Florenz und wagte einen Neuanfang seiner bisherigen Kunst, als er mit den italienischen Quattrocentisten in Kontakt kam.
Er widmete sich jetzt auch religiösen Themen, die in den nächsten Jahren seine Hauptmotive werden sollten. Unter anderem die Bilder von David und Goliath, Absalomon und Jeremias. Er stellte seine Bilder 1911 in München und Dresden aus, und nahm auch an Ausstellungen in Berlin, Köln und Zürich teil.
Weisgerber wurde Präsident der Künstlervereinigung Münchner Neue Secession, die zusammen mit Alexej von Jawlensky, Adolf Erbslöh, Paul Klee und anderen Malern gründete. Er erlebte die erste, und auch seine letzte Ausstellung der Secession 1914, ein halbes Jahr vor seinem frühen Tod. Weisgerber, der Leutnant und Kompanieführer im Königlich bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments war, wurde eingezogen und fiel gleich zu Anfang des Ersten Weltkrieges , am 10. Mai 1915, in Frankreich. Sein Leichnam wurde von Lille nach München überführt und fand auf dem Münchner Nordfriedhof seine letzte Ruhe.
Berichtenswert ist, daß Adolf Hitler, der nach Machtergreifung der Nationalsozialisten tausende der von ihm als „Entartete Kunst“ betitelte, moderne Bilder, darunter auch die von Weisgerber, beschlagnahmen oder vernichten ließ, in dem selben Regiment als einfacher Gefreiter diente.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



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