Selbstbildnis mit Palette

Kunstdruck von Albert Weisgerber – auf echter Künstler-Leinwand, in Ihrem Wunschformat
An der Wand ansehen

Über das Werk

Das Selbstbildnis mit Palette von Albert Weisgerber zeigt den Künstler in einer introspektiven Pose, eingebettet in eine dynamische, fast skizzenhafte Umgebung. Die Komposition wirkt durch die kontrastreiche Linienführung und die sparsame Farbgebung intensiv und persönlich – ein Werk, das nicht nur das Äußere, sondern auch die innere Haltung des Malers einfängt. Als Leinwandbild gewinnt es durch die texturierte Oberfläche an Tiefe und Präsenz.

Das Selbstbildnis als Spiegel der künstlerischen Haltung

Was im Bild tatsächlich sichtbar ist, sind nicht nur die Züge des Künstlers, sondern eine bewusst unvollendete, fast fragmentarische Darstellung: die Palette als zentrales Element, die mit kräftigen Strichen und vereinzelten Farbtupfern – vor allem in Blau- und Brauntönen – den Raum durchdringt. Das Licht scheint nicht von außen, sondern entsteht aus der Linienführung selbst, die Schatten und Helligkeit durch Dichte und Richtung der Striche erzeugt. Die Komposition ist asymmetrisch, wobei der Blick des Künstlers den Betrachter direkt anspricht, während der Rest des Bildes in Bewegung bleibt.

Das Werk wirkt besonders gut in ruhigen, modernen Wohnräumen oder als Akzent im Schlafzimmer – vor neutralen Wandfarben wie Grau, Beige oder Weiß, die die expressiven Linien nicht überlagern. Es passt schön zu minimalistischer oder skandinavischer Einrichtung, aber auch zu klassischen Interieurs, wenn es als kontrastreicher Gegenpol dient. Im Büro oder Flur kann es als stimmungsvolle, nachdenkliche Präsenz dienen.

Albert Weisgerber, ein deutscher Maler der frühen Moderne, verbindet in seinem Werk Elemente des Expressionismus mit einer eigenständigen, grafischen Handschrift. Seine Selbstbildnisse, darunter das Selbstbildnis mit Palette, sind weniger Porträts im traditionellen Sinn, sondern Versuche, den künstlerischen Prozess und die innere Haltung sichtbar zu machen. Sein Stil ist geprägt von einer reduzierten, aber energiegeladenen Formensprache, die bis heute eine starke Wirkung entfaltet.

Das Bild ist im Hochformat erhältlich – jede Größe wird individuell als Kunstdruck auf echter Künstler-Leinwand gefertigt. Der Bildausschnitt kann je nach gewähltem Format leicht variieren, um die Komposition optimal zu erhalten und den Raumbedingungen gerecht zu werden.

Über Albert Weisgerber

Am 21. April wurde der deutsche Maler und Grafiker Albert Weisgerber als Sohn eines Bäckers geboren. Er wuchs bei seinen Eltern, die auch eine Gastwirtschaft besaßen, in St. Ingbert auf. Mit dreizehn Jahren besuchte er die Kreisbaugewerbeschule in Kaiserslautern, nach deren erfolgreichen Abschluss begann er in Frankfurt am Main eine Lehre als Dekorationsmaler.
1894 zog er nach München und besuchte drei Jahre lang die dortige Kunstgewerbeschule. Sein Studium an der Akademie der Bildenden Künste begann er bei Gabriel Hackl, um später ein Meisterschüler in der Klasse von Franz Stuck zu werden. Er arbeitete seit Beginn seines Studiums als Zeichner für die Zeitschrift „Die Jugend“, verdiente sich damit seinen Lebensunterhalt und behielt diese Tätigkeit bis kurz vor seinem Tode bei.

Mit einigen seiner Malerkollegen, die er an der Akademie kennenlernte, unter anderen auch Wassily Kandinsky, Paul Klee, Fritz Burger-Mühlfeld und Gino von Finetti, um nur einige zu nennen, schloß er eine lebenslang anhaltende Freundschaft. Er gründete zusammen mit seinen Freunden, darunter auch die Künstler Alfred Kubin, den Verein „Die Sturmfackel“. Auch Alfred Lörcher und Rudolf Levy gehören der Vereinigung an.
Seinen Militärdienst leistete er im Jahre 1902 ab, danach hielt er sich immer öfter in St. Ingbert, seiner Heimatstadt, auf. In dieser Umgebung und unter dem Einfluss der französischen Impressionisten, schuf er eine ganze Serie von „Biergarten-Bildern“. Er begann erste Reisen zu unternehmen, machte in Paris die Bekanntschaft von Henri Matisse und dessen Bildern und ließ sich von so bedeutenden Malern wie Henri de Toulouse-Lautrec, El Greco, Paul Cezanne und Edouard Manet inspririeren.

Deren Arbeiten beeinflussten seinen späteren Malstil hin zum Impressionismus und hinterließen einen starken Eindruck, was sich auch in seinen Gemälden, die Szenen aus den Pariser Cafes und Varietes zeigten, erkennen ließ. Um seinen Lebensstil zu finanzieren nahm er auch Auftragsarbeiten an und malte Porträts.
Zurück in München, lernte er in einem der vielen Cafes, die das Künstlervolk besuchte, seine spätere Frau, eine jüdische Malerin Margarete Pohl, kennen. Er heiratete dieTochter eines Prager Bankiers 1907. In den freiheitsliebenden Kreisen, in denen das Ehepaar verkehrte fanden sich nicht nur Maler, sondern auch Gesellschaftskritiker, Literaten und Publizisten zusammen. Darunter auch Joachim Ringelnatz. Wilhelm Hausenstein, Theodor Heuss und Erich Mühsam.

Hausenstein, von dem er auch ein Porträt anfertigte, verfasste nach Weisgerbers Ableben seine Biografie. Als die Münchner Pinakothek und die Städtische Galerie in Frankfurt einige seiner Bilder aufkauften, begann sein internationaler Erfolg. Er reiste mit seinem Freund Gino von Finetti 1909 nach Florenz und wagte einen Neuanfang seiner bisherigen Kunst, als er mit den italienischen Quattrocentisten in Kontakt kam.
Er widmete sich jetzt auch religiösen Themen, die in den nächsten Jahren seine Hauptmotive werden sollten. Unter anderem die Bilder von David und Goliath, Absalomon und Jeremias. Er stellte seine Bilder 1911 in München und Dresden aus, und nahm auch an Ausstellungen in Berlin, Köln und Zürich teil.

Weisgerber wurde Präsident der Künstlervereinigung Münchner Neue Secession, die zusammen mit Alexej von Jawlensky, Adolf Erbslöh, Paul Klee und anderen Malern gründete. Er erlebte die erste, und auch seine letzte Ausstellung der Secession 1914, ein halbes Jahr vor seinem frühen Tod. Weisgerber, der Leutnant und Kompanieführer im Königlich bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments war, wurde eingezogen und fiel gleich zu Anfang des Ersten Weltkrieges , am 10. Mai 1915, in Frankreich. Sein Leichnam wurde von Lille nach München überführt und fand auf dem Münchner Nordfriedhof seine letzte Ruhe.
Berichtenswert ist, daß Adolf Hitler, der nach Machtergreifung der Nationalsozialisten tausende der von ihm als „Entartete Kunst“ betitelte, moderne Bilder, darunter auch die von Weisgerber, beschlagnahmen oder vernichten ließ, in dem selben Regiment als einfacher Gefreiter diente.
Alle Werke von Albert Weisgerber →

So wirkt es an Ihrer Wand

Eleganter Wohnraum als Wohnbeispiel Wohnbeispiel: Selbstbildnis mit Palette von Albert Weisgerber als Leinwandbild an der Wand
60 × 90 cm · Wandbreite ca. 4 m

Beispieldarstellung: Wählen Sie oben ein Format, um die Größe in der Vorschau zu sehen. Format und Größe hängen von Ihrer Auswahl ab.

Qualität & Herstellung

Echte Künstler-Leinwand mit feiner Leinenstruktur
Echte Künstler-Leinwand
Von Hand auf Echtholz-Keilrahmen montiert
Echtholz-Keilrahmen
Fertig gespanntes Leinwandbild, aufhängebereit
Fertig zum Aufhängen

Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.

Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.

Unsere Empfehlung – Zusatzschutz: Auf Wunsch versiegeln wir Ihr Bild von Hand mit der Art-Finish Schutzveredelung – besonders widerstandsfähig gegen Kratzer, mit seidenmattem Glanz.

Mehr von Albert Weisgerber

Alle Kunstdrucke von Albert Weisgerber ansehen

Bild einbinden (kostenlos für Blogs & Foren)

Sie können Selbstbildnis mit Palette von Albert Weisgerber kostenlos auf Ihrer Homepage verwenden. Bitte geben Sie einen Link zu kunstdruckeaufleinwand.org als Quelle an.

Für Blogs und Webseiten diesen Text kopieren und einfügen:

Für Foren und Gästebücher diesen Text verwenden:

110 €
60 × 90 cm