Moissi
Über das Werk
Das Werk „Moissi“ von Emil Orlik zeigt ein intensives Profilporträt, dessen Zeichnung durch kontrastreiche Schattierungen und feine Linienführung eine fast skulpturale Präsenz erzeugt. Die ruhige, aber durchdringende Blickführung des Dargestellten verleiht dem Bild eine nachdenkliche Wirkung, die sich besonders in ruhigen Räumen entfaltet. Als Leinwandbild wirkt es nicht nur als Abbild, sondern als sichtbare Zeugenschaft der grafischen Meisterschaft Orliks.
Das Porträt im Profil
Die Komposition fokussiert auf das Gesicht im Dreiviertelprofil, wobei die Haarstruktur durch dichte, dynamische Striche plastisch modelliert wird. Der Hintergrund bleibt weiß und unbeschwert, was die Zeichnung in den Vordergrund rückt. Licht und Schatten werden nicht durch Farbe, sondern durch die Intensität der Linienführung erzeugt – ein typisches Merkmal von Orliks grafischer Arbeit. Die Konturen sind klar, aber nicht starr; sie atmen durch die Variation der Strichstärke.
Als Leinwandbild wirkt „Moissi“ besonders gut in Räumen mit neutralen oder dunklen Wandfarben – etwa im Wohnzimmer mit moderner Einrichtung oder im Flur als stilistischer Akzent. Es passt schön zu minimalistischen oder klassischen Interieurs, da die grafische Strenge des Bildes sich nicht aufdrängt, sondern ruhig präsent ist. Im Schlafzimmer oder Büro kann es eine beruhigende, konzentrierte Atmosphäre unterstützen.
Emil Orlik war ein vielseitiger Künstler der Wiener Moderne, dessen Werk zwischen Grafik, Malerei und Fotografie wechselt. Er zählt zu den bedeutenden Vertretern der Jugendstil-Ästhetik und war bekannt für seine präzisen Porträts und exotischen Motive. Sein Stil verbindet europäische Tradition mit asiatischen Einflüssen, was seine Werke besonders charakteristisch macht. „Moissi“ gehört zu seinen grafischen Porträts, die oft Persönlichkeiten aus Kultur und Gesellschaft festhalten.
Das Leinwandbild ist im Hochformat erhältlich – jede Größe wird individuell handgefertigt. Je nach gewähltem Format kann der Bildausschnitt leicht variieren, um die Proportionen optimal zu nutzen und den Fokus auf das Gesicht zu legen. So bleibt jedes Kunstdruck ein individuelles Stück, das sich an Ihren Raum anpasst.
Über Emil-Orlik
Zurück in Prag, bezieht er sein erstes Atelier und etabliert sich in seiner Heimatstadt. 1896 lernt Orlik den Dichter Rainer Maria Rilke kennen und zieht mit ihm erneut nach München. Zusammen mit Otto Pankok beginnt er mit verschiedenen grafischen Techniken zu experimentieren.
Als Modells seiner Holz- und Kupferstiche dienen ihm die Konterfeis seiner Freunde, u.a. Rilke, Döblin und Menzel, außerdem arbeitet er für die Münchner Zeitschrift „Die Jugend“.
Das Jahr 1898 ist geprägt von Orliks Reisen nach England, Schottland, Holland und Frankreich. Die Holzschnitte des französischen Malers Felix Valloton und die des Briten William Nicholson die er unterwegs zu sehen bekommt, beeinflussen seine zukünftigen Arbeiten erheblich.
1899 tritt der Maler der Wiener Secession bei und veröffentlicht einige seiner Arbeiten in der Zeitung der Secession, „Ver Sacrum“ und fertigt seine erste grafische Mappe „Kleine Holzschnitte“ an, die 1900 erscheint.
In diesem Jahr unternimmt Emil Orlik seine erste Reise nach Ostasien und Japan, die einen nachhaltigen Einfluss auf sein Schaffen haben sollte. Nach seiner Rückkehr hält er Vorträge und neben Veröffentlichungen im „Ver Sacrum“ entsteht ein zweites Mappenwerk „Aus Japan“.
Weitere Reisen führen ihn in die Hauptstädte Europas, nach Amsterdam, London, Paris und Wien, wohin er schließlich 1904 sein Atelier verlegt. Doch schon ein Jahr später wird er als Professor an die Staatliche Lehranstalt des Kunstgewerbemuseums nach Berlin berufen.
1905 beendet er seine Mitgliedschaft in der Wiener Secession, zieht nach Berlin und wird als Nachfolger von Otto Eckmann, Leiter der Grafikklasse mit so bekannten Schülern wie George Grosz, Hannah Höch, Oskar Nerlinger und Josef Fenneker. Er tritt der Berliner Secession bei und ist bei ihren Ausstellungen vertreten.
Der vielseitige Kunstschaffende wird zum Chronisten des jungen 20. Jahrhunderts und porträtiert neben Otto Dix, Käthe Kollwitz, Rudolf Steiner und Albert Einstein, viele bekannte Zeitgenossen und hält auch das politischen und gesellschaftliche Leben mit dem -Zeichenstift fest.
Er etabliert sich in an seinem neuen Wohnort und arbeitet für die Inszenierungen von Max Reinhardt am Deutschen Theater und entwirft die Kostüme und die Dekoration. Aber vor allem war er als Zeichner und Grafiker tätig.
Seine Reiseleidenschaft führt ihn immer wieder durch Europa und 1912 erneut nach Asien, durch China, Korea und wieder Japan. Später besucht er auch Nordamerika und verdichtet seine Eindrücke in seinen grafischen Arbeiten.
Emil Orlik gehörte zu den Wegbereitern einer neuen Kunstauffassung, die sich am Handwerk orientiert und die verschiedenen Techniken meisterhaft umzusetzen wusste. Er unterrichtete bis zu seinem Tode in seiner Wahlheimat Berlin an der Staatlichen Lehranstalt und starb am 28. September 1932.
So wirkt es an Ihrer Wand
Beispieldarstellung: Wählen Sie oben ein Format, um die Größe in der Vorschau zu sehen. Format und Größe hängen von Ihrer Auswahl ab.
Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
Unsere Empfehlung – Zusatzschutz: Auf Wunsch versiegeln wir Ihr Bild von Hand mit der Art-Finish Schutzveredelung – besonders widerstandsfähig gegen Kratzer, mit seidigem Glanz.