Römisches Capriccio mit Titusbogen
Über das Werk
Das Gemälde "Römisches Capriccio mit Titusbogen" von Tina Blau fängt eine sonnige Straßenszene im antiken Rom ein. Mit lockeren, impressionistischen Pinselstrichen fügt die österreichische Malerin architektonische Versatzstücke zu einer stimmungsvollen Ansicht zusammen, in der der berühmte Triumphbogen im warmen Nachmittagslicht erscheint. Die helle, luftige Farbgebung und der weite Himmel verleihen dem Werk eine mediterrane Leichtigkeit.
Südliches Licht über römischen Ruinen
Die Komposition führt den Blick entlang einer sandfarbenen Straße, die von mehrstöckigen Gebäuden in Ocker- und Beigetönen gesäumt wird. Links dominieren schlichte Wohnhäuser mit rötlichen Dächern, während rechts im Mittelgrund der Titusbogen als charakteristisches Monument erkennbar wird. Einige Figuren in dunklen Gewändern beleben die Szene und vermitteln Maßstab. Das Farbenspiel aus hellem Blau, zartem Rosa und warmen Erdtönen erzeugt jene lichtdurchflutete Atmosphäre, die für Blaus römische Arbeiten typisch ist. Der pastos aufgetragene Farbauftrag und die skizzenhaften Konturen unterstreichen den spontanen, pleinairistischen Charakter.
Als Leinwandbild wirkt "Römisches Capriccio mit Titusbogen" besonders gut in Räumen mit hohen Decken und hellem Tageslicht, etwa im Wohnzimmer oder Esszimmer. Die warmen Erdtöne harmonieren schön mit naturbelassenen Holzmöbeln und Wandfarben in Beige, Creme oder sanftem Grau. Auch in einem Arbeitszimmer oder einer Bibliothek schafft das Werk eine konzentrierte, zugleich weltoffene Atmosphäre. Das querformatige Motiv eignet sich für längere Wandflächen über Sideboard oder Sofa.
Tina Blau gehörte zu den bedeutendsten österreichischen Landschaftsmalerinnen des späten 19. Jahrhunderts. Sie studierte unter Emil Jakob Schindler und arbeitete zeitweise in München und Rom, wo sie die pleinairistische Malweise intensiv erprobte. Ihre Werke zeichnen sich durch eine sensible Lichtführung und eine moderne, von französischen Einflüssen geprägte Auffassung aus.
Dieses Kunstwerk liegt im Querformat vor und wird für Sie individuell auf echte Künstler-Leinwand gefertigt. Je nach gewählter Größe kann der Bildausschnitt geringfügig variieren, um die optimale Wirkung zu erzielen.
Über Tina Blau
Mit nur fünfzehn Jahren wird sie von August Schaeffer in Wien unterrichtet und besucht von 1869 bis 1877 die Kunstschule für Mädchen in München, die von Wilhelm Lindenschmit geleitet wurde. Durch Künstler wie Eduard Schleich d.Ä. und Adolf Lier lernt sie unter anderem die Auffassung der Natur der Schule von Barbizon kennen und lieben.
Wieder zurück in Wien, lernt sie Emil Jakob Schindler kennen, mit dem sie in einen regen künstlerischen Kontakt tritt und mit dem sie sich ab 1875 ein gemeinsames Atelier teilt. Ihre Arbeitsgemeinschaft dauert aber nur ein Jahr, auch ihre Liebesbeziehung geht danach in die Brüche.
Die Malerin begibt sich auf Studienreisen nach Italien, Ungarn und Holland und besucht die Künstlergemeinschaften von Barbizon und Fontainbleau. Die dort gesammelten Eindrücke wirken sich auch auf ihre Farbgebung belebend aus.
1883 verliebt sie sich in den Landschafts- und Schlachtenmaler Heinrich Lang, heiratet ihn und konvertiert ihm zuliebe zur Evangelischen Kirche. Das Ehepaar wählt München zu seinem Wohnsitz und Tina Blau unterrichtet ab 1889 an der Damenakademie des Münchner Künstlerinnenvereins Landschaftsmalerei und Stillleben. Ein Jahr später stellt sie 60 ihrer Bilder im Münchner Kunstverein aus.
Ihr Gatte Heinrich Lang stirbt nach nur acht Ehejahren und die Malerin begibt sich wieder auf Reise, die sie erneut nach Italien und Holland führen. Tina Blau kehrt nach zehn Jahren zurück nach Wien und bezieht ein Atelier in der Nähe der Prater-Rotunde. Dem inzwischen vorherrschenden Jugendstil kann die Künstlerin nichts abgewinnen und sie bleibt ihrem Stimmungsimpressionismus treu.
Mit Olga Prager, Karl Federn und Rosa Mayreder eröffnet sie 1897 die Kunstschule für Frauen und Mädchen in Wien und unterrichtet die Fächer Stillleben und Landschaftsmalerei. Tina Blau nimmt an Ausstellungen in München, Dresden, Berlin, Leipzig und Hamburg teil, ebenso wie in Paris und Chicago.
Als emanzipierte Frau malte die Künstlerin die Welt so, wie sie sie sah und legte großen Wert darauf als Künstlerin und nicht als malende Frau gesehen zu werden. Ebenso ungewöhnlich wie ihre kunstvollen Hüte war auch die phantasievolle Einrichtung ihres Ateliers. Als Transportmittel für ihre Mal-Utensilien benutzte sie einen umgebauten Kinderwagen.
Die unermüdliche Schaffenskraft der Malerin, die ihr letztes Lebensjahr in Gastein verbrachte, endete nach einer Untersuchung in einem Wiener Sanatorium, bei der sie am 31. Oktober 1916 einen Herzstillstand erlitt. Beigesetzt wurde sie in einem Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



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Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
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