Jänner Blatt in Ver Sacrum
Über das Werk
„Jänner Blatt in Ver Sacrum" von Emil Orlik zeigt eine grafische Arbeit von bemerkenswerter Klarheit: Im Zentrum sitzt eine Frauengestalt in weißem Gewand, umgeben von dunkel gekleideten Figuren vor einem vertikal gestreiften Hintergrund. Der ornamentale Rahmen mit seinen konzentrischen Kreismustern unterstreicht den dekorativen Charakter dieser Jugendstil-Illustration, die ursprünglich für die legendäre Wiener Sezessionszeitschrift Ver Sacrum entstand.
Grafische Sprache des Wiener Jugendstils
Das Blatt arbeitet mit starken Schwarz-Weiß-Kontrasten und flächiger Linienführung. Die zentrale Figur hebt sich durch ihre helle, ungemusterte Gewandung deutlich vom dunkleren Umfeld ab, während die vertikalen Streifen des Hintergrunds Tiefe und Struktur schaffen. Die stehende Gestalt links trägt ein langgestreiftes Gewand, die beiden Figuren rechts im Hintergrund sind ebenfalls in dunkleren, gemusterten Stoffen dargestellt. Der mehrfach gestaffelte Rahmen aus kreisförmigen Ornamenten bildet einen dekorativen Kontrast zur strengen Vertikalität der inneren Komposition.
Als Leinwandbild wirkt „Jänner Blatt in Ver Sacrum" besonders gut in Räumen mit zurückhaltender Farbgebung – die klare Schwarz-Weiß-Grafik passt schön zu hellen Wandtönen und modernen wie klassischen Einrichtungsstilen. Im Flur oder Arbeitszimmer entfaltet der Kunstdruck seine elegante Wirkung, aber auch im Wohnzimmer kann er als ruhiger, kultivierter Blickfang dienen.
Emil Orlik war ein vielseitiger Künstler der Wiener Moderne, der vor allem als Grafiker und Zeichner hervortrat. Er arbeitete für die Wiener Sezession und prägte mit seinen Holzschnitten, Radierungen und Illustrationen die Bildsprache des Jugendstils. Seine Arbeiten zeichnen sich durch ornamentale Raffinesse und eine Verbindung von europäischer Tradition mit fernöstlichen Einflüssen aus.
Dieses Werk wird in quadratischem Format angeboten. Jeder Leinwanddruck wird individuell in Ihrer Wunschgröße gefertigt, wobei der Bildausschnitt je nach gewähltem Format leicht variieren kann, um die harmonische Wirkung der Komposition zu bewahren.
Über Emil Orlik
Zurück in Prag, bezieht er sein erstes Atelier und etabliert sich in seiner Heimatstadt. 1896 lernt Orlik den Dichter Rainer Maria Rilke kennen und zieht mit ihm erneut nach München. Zusammen mit Otto Pankok beginnt er mit verschiedenen grafischen Techniken zu experimentieren.
Als Modells seiner Holz- und Kupferstiche dienen ihm die Konterfeis seiner Freunde, u.a. Rilke, Döblin und Menzel, außerdem arbeitet er für die Münchner Zeitschrift „Die Jugend“.
Das Jahr 1898 ist geprägt von Orliks Reisen nach England, Schottland, Holland und Frankreich. Die Holzschnitte des französischen Malers Felix Valloton und die des Briten William Nicholson die er unterwegs zu sehen bekommt, beeinflussen seine zukünftigen Arbeiten erheblich.
1899 tritt der Maler der Wiener Secession bei und veröffentlicht einige seiner Arbeiten in der Zeitung der Secession, „Ver Sacrum“ und fertigt seine erste grafische Mappe „Kleine Holzschnitte“ an, die 1900 erscheint.
In diesem Jahr unternimmt Emil Orlik seine erste Reise nach Ostasien und Japan, die einen nachhaltigen Einfluss auf sein Schaffen haben sollte. Nach seiner Rückkehr hält er Vorträge und neben Veröffentlichungen im „Ver Sacrum“ entsteht ein zweites Mappenwerk „Aus Japan“.
Weitere Reisen führen ihn in die Hauptstädte Europas, nach Amsterdam, London, Paris und Wien, wohin er schließlich 1904 sein Atelier verlegt. Doch schon ein Jahr später wird er als Professor an die Staatliche Lehranstalt des Kunstgewerbemuseums nach Berlin berufen.
1905 beendet er seine Mitgliedschaft in der Wiener Secession, zieht nach Berlin und wird als Nachfolger von Otto Eckmann, Leiter der Grafikklasse mit so bekannten Schülern wie George Grosz, Hannah Höch, Oskar Nerlinger und Josef Fenneker. Er tritt der Berliner Secession bei und ist bei ihren Ausstellungen vertreten.
Der vielseitige Kunstschaffende wird zum Chronisten des jungen 20. Jahrhunderts und porträtiert neben Otto Dix, Käthe Kollwitz, Rudolf Steiner und Albert Einstein, viele bekannte Zeitgenossen und hält auch das politischen und gesellschaftliche Leben mit dem -Zeichenstift fest.
Er etabliert sich in an seinem neuen Wohnort und arbeitet für die Inszenierungen von Max Reinhardt am Deutschen Theater und entwirft die Kostüme und die Dekoration. Aber vor allem war er als Zeichner und Grafiker tätig.
Seine Reiseleidenschaft führt ihn immer wieder durch Europa und 1912 erneut nach Asien, durch China, Korea und wieder Japan. Später besucht er auch Nordamerika und verdichtet seine Eindrücke in seinen grafischen Arbeiten.
Emil Orlik gehörte zu den Wegbereitern einer neuen Kunstauffassung, die sich am Handwerk orientiert und die verschiedenen Techniken meisterhaft umzusetzen wusste. Er unterrichtete bis zu seinem Tode in seiner Wahlheimat Berlin an der Staatlichen Lehranstalt und starb am 28. September 1932.
So wirkt es an Ihrer Wand
Beispieldarstellung: Wählen Sie oben ein Format, um die Größe in der Vorschau zu sehen. Format und Größe hängen von Ihrer Auswahl ab.
Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
Unsere Empfehlung – Zusatzschutz: Auf Wunsch versiegeln wir Ihr Bild von Hand mit der Art-Finish Schutzveredelung – besonders widerstandsfähig gegen Kratzer, mit seidenmattem Glanz.