Fischer im Sturm
Über das Werk
„Fischer im Sturm“ von Marianne von Werefkin zeigt eine Küstenlandschaft im Aufruhr: Wellen schlagen gegen die Felsen, Fischer kämpfen mit ihren Booten, während am Ufer Menschen in dunklen Gewändern das Geschehen beobachten. Das Gemälde wirkt durch seine expressive Farbgebung und die dynamische Komposition wie ein Moment aus einer größeren Erzählung – voller Spannung, aber auch stummer Beobachtung. Der rote Segelstreifen im Zentrum lenkt den Blick und setzt einen farblichen Akzent, der das Chaos des Sturms geradezu einfängt.
Das Spiel von Farbe und Bewegung am Meer
Das Bild ist geprägt von kräftigen, fast grellen Farben: das türkisgrüne Wasser, der dunkle Himmel, die rot-weißen Segel und die bunt gekleideten Figuren am Ufer. Die Komposition ist asymmetrisch – das Boot mit dem roten Segel zieht sich diagonal durch das Bild, während die Figuren links im Vordergrund eine ruhige Gegenbewegung bilden. Das Licht wirkt diffus, fast bedrohlich, und betont die Unruhe der Szene. Die Bäume am linken Rand sind karg und schräg, als würden sie vom Wind gebeugt – ein visueller Hinweis auf die Gewalt des Wetters.
Das Leinwandbild wirkt besonders gut in Räumen mit neutralen oder dunklen Wandfarben, etwa im Wohnzimmer oder Flur, wo es als zentrales Element dienen kann. Es passt schön zu rustikalen oder modernen Einrichtungsstilen, solange diese Raum für expressive Kunst lassen. Im Schlafzimmer könnte es eine ruhige, aber dennoch präsente Atmosphäre schaffen, wenn es nicht direkt über dem Bett hängt. Im Büro wirkt es als kontrastreiche Akzentwand, die den Blick schärft.
Marianne von Werefkin war eine russische Malerin des frühen 20. Jahrhunderts, deren Werk zwischen Expressionismus und symbolistischer Malerei verortet wird. Sie gehörte zu den bedeutenden Vertreterinnen der avantgardistischen Kunstszene ihrer Zeit und arbeitete eng mit Künstlern wie Alexej von Jawlensky zusammen. Ihr Stil zeichnet sich durch emotionale Intensität und eine starke Farbgebung aus, die oft die innere Stimmung der dargestellten Szenen widerspiegelt.
Der Kunstdruck auf echter Künstler-Leinwand ist in Querformat erhältlich – jede Größe wird individuell handgefertigt. Je nach gewähltem Format kann der Bildausschnitt leicht variieren, um die Komposition optimal zu erhalten und den Raum bestmöglich zu ergänzen.
Über Marianne von Werefkin
1880 wird Ilja Repin, der bekannteste Maler des russischen Realismus ihr Privatlehrer. In der Zeit bis 1890 erwirbt sie sich in verschiedenen Ausstellungen den Namen "Russicher Rembrandt". Leider sind viele Bilder ihrer realistischen Malerei verschollen, nur wenige sind erhalten geblieben.
Der Jagdunfall, bei dem sie sich 1888 die rechte Malerhand durchschoss und den Mittelfinger verlor, beeinträchtigte Ihre Schaffenskraft weniger als die schicksalhafte Begegnung 1892 mit dem 4 Jahre jüngeren und mittellosen Offizier Alexej von Jawlensky.
In den kommenden 10 Jahren steckt Marianne Werefkin all ihre Energie in die Ausbildung und Förderung ihres untreuen Liebhabers und stellt auch ihr malerisches Schaffen und Können zurück, damit er keinen Grund zur Eifersucht hatte.
Nach dem Tod ihres Vaters,ausgestattet mit einer Pension von heute umgerechnet 90 000.- Euro, zog sie mit Jawlensky und der 10jährigen Zofe Helene 1896 nach München. 6 Jahre später bekam Helene einen Sohn, dessen Vater Jawlensky war. Ihre Verletzungenen und ihre Einsamkeit verarbeitete sie in ihren "Briefen an einen Unbekannten".
Der Salon, den sie in Schwabing unterhielt, war schon bald ein beliebter Treffpunkt der Kunstszene und Marianne eine große Theoretikerin und Anregerin.
Nach einem längeren Aufenthalt in Frankreich nahm sie 1906 ihre Maltätigkeit wieder auf. Sie ließ sich stilistisch und motivistisch von ihren Malerkollegen Paul Gaugin, van Gogh, Lois Anquetin und auch Edvard Munch anregen und schuf bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges bahnbrechende und zukunftsweisende Werke des Expressionismus.
In Murnau, im sogenannten Russenhaus, der "Geburtsstätte" der abstrakten Malerei war ihr Stil Vorbild für namhafte Künstler wie Kandinsky, Gabriele Münther und Franz Marc. Mit diesen Mitgliedern der Neuen Künstlervereinigung und den blauen Reitern stellte sie ihre Bilder 1911 in der Neuen Sezession in Berlin mit großem Erfolg aus.
1914 floh sie mit ihrem Dienstpersonal in die neutrale Schweiz. Im Zuge der Russischen Oktoberrevolution verlor sie ihren zaristischen Pensionsanspruch und lebte, nachdem Jawlensky sich von ihr getrennt hatte, von Plakat- und Postkartenmalerei und der Unterstützung guter Freunde. Verarmt, aber in ihrer Schaffenskraft ungebrochen, verstarb sie nach einem langen Herzleiden am 6.2.1938 als Staatenlose in Ascona.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
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