Nachtschicht 1924
Über das Werk
„Nachtschicht 1924" von Marianne von Werefkin zeigt eine nächtliche Industrieszene von ungewöhnlicher Farbintensität. Leuchtend orange und gelb erstrahlen die Fassaden der Fabrikgebäude gegen einen dunkel-türkisen Nachthimmel, während dunkle Figurensilhouetten die abendliche Arbeitswelt beleben. Die expressive Farbgebung und vereinfachte Formsprache verleihen dem Werk eine eindringliche Atmosphäre zwischen industrieller Moderne und malerischer Verdichtung.
Nächtliche Industrielandschaft in leuchtenden Kontrasten
Die Komposition gliedert sich in mehrere Ebenen: Im Vordergrund verläuft ein Viadukt mit dunkelgrünem Geländer, auf dem sich kleine Menschengruppen bewegen. Dahinter erheben sich unterschiedlich hohe Gebäude – links ein hellblaues Haus mit großen gelben Fenstern, in der Mitte ein markantes orangefarbenes Hochhaus mit regelmäßigen Fensterreihen, rechts weitere Bauten mit der Aufschrift „LABORATO". Der Himmel changiert zwischen Petrol und Schwarzgrün, durchbrochen von einem hellen Mond und einer Straßenlaterne. Die Farbpalette aus warmen Gelb- und Orangetönen gegen kühle Blau- und Grünnuancen erzeugt einen starken Hell-Dunkel-Kontrast, der die nächtliche Beleuchtung der Industriearchitektur betont.
Als Leinwandbild wirkt „Nachtschicht 1924" besonders gut in modernen Wohnräumen mit klarer Linienführung. Die kräftigen Farben harmonieren mit grauen oder anthrazitfarbenen Wandtönen und setzen in minimalistisch eingerichteten Arbeitszimmern oder Fluren einen lebendigen Akzent. Auch in Wohnzimmern mit industriellem Einrichtungsstil oder in Räumen mit hohen Decken entfaltet der Kunstdruck seine volle Wirkung.
Marianne von Werefkin gehörte zu den bedeutenden Vertreterinnen des deutschen Expressionismus. Die gebürtige Russin war in München künstlerisch aktiv und pflegte enge Kontakte zur Neuen Künstlervereinigung München. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch expressive Farbigkeit und eine symbolisch aufgeladene Bildsprache aus, die soziale Themen mit modernistischer Formensprache verbindet.
Das Werk ist im Querformat angelegt. Ihr Leinwandbild wird in der von Ihnen gewählten Größe individuell in Deutschland gefertigt. Je nach Format kann der sichtbare Bildausschnitt leicht variieren, um die optimale Wirkung zu erzielen.
Über Marianne von Werefkin
1880 wird Ilja Repin, der bekannteste Maler des russischen Realismus ihr Privatlehrer. In der Zeit bis 1890 erwirbt sie sich in verschiedenen Ausstellungen den Namen "Russicher Rembrandt". Leider sind viele Bilder ihrer realistischen Malerei verschollen, nur wenige sind erhalten geblieben.
Der Jagdunfall, bei dem sie sich 1888 die rechte Malerhand durchschoss und den Mittelfinger verlor, beeinträchtigte Ihre Schaffenskraft weniger als die schicksalhafte Begegnung 1892 mit dem 4 Jahre jüngeren und mittellosen Offizier Alexej von Jawlensky.
In den kommenden 10 Jahren steckt Marianne Werefkin all ihre Energie in die Ausbildung und Förderung ihres untreuen Liebhabers und stellt auch ihr malerisches Schaffen und Können zurück, damit er keinen Grund zur Eifersucht hatte.
Nach dem Tod ihres Vaters,ausgestattet mit einer Pension von heute umgerechnet 90 000.- Euro, zog sie mit Jawlensky und der 10jährigen Zofe Helene 1896 nach München. 6 Jahre später bekam Helene einen Sohn, dessen Vater Jawlensky war. Ihre Verletzungenen und ihre Einsamkeit verarbeitete sie in ihren "Briefen an einen Unbekannten".
Der Salon, den sie in Schwabing unterhielt, war schon bald ein beliebter Treffpunkt der Kunstszene und Marianne eine große Theoretikerin und Anregerin.
Nach einem längeren Aufenthalt in Frankreich nahm sie 1906 ihre Maltätigkeit wieder auf. Sie ließ sich stilistisch und motivistisch von ihren Malerkollegen Paul Gaugin, van Gogh, Lois Anquetin und auch Edvard Munch anregen und schuf bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges bahnbrechende und zukunftsweisende Werke des Expressionismus.
In Murnau, im sogenannten Russenhaus, der "Geburtsstätte" der abstrakten Malerei war ihr Stil Vorbild für namhafte Künstler wie Kandinsky, Gabriele Münther und Franz Marc. Mit diesen Mitgliedern der Neuen Künstlervereinigung und den blauen Reitern stellte sie ihre Bilder 1911 in der Neuen Sezession in Berlin mit großem Erfolg aus.
1914 floh sie mit ihrem Dienstpersonal in die neutrale Schweiz. Im Zuge der Russischen Oktoberrevolution verlor sie ihren zaristischen Pensionsanspruch und lebte, nachdem Jawlensky sich von ihr getrennt hatte, von Plakat- und Postkartenmalerei und der Unterstützung guter Freunde. Verarmt, aber in ihrer Schaffenskraft ungebrochen, verstarb sie nach einem langen Herzleiden am 6.2.1938 als Staatenlose in Ascona.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
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