Im Dorf um 1910
Über das Werk
„Im Dorf um 1910“ von Marianne von Werefkin zeigt eine ländliche Szene, in der bunte Wäsche zwischen Häusern und einem Kirchturm trocknet – ein Moment des Alltags, der durch kräftige Farben und expressiven Pinselstrich eine fast poetische Stimmung gewinnt. Das Werk verbindet die Ruhe des Dorflebens mit einer intensiven Farbgestaltung, die den Betrachter in die Szene hineinzieht und sie als lebendig erlebbar macht.
Das Dorf als farbiger Raum
Das Bild ist geprägt von einem starken Kontrast: die dunklen, fast nächtlichen Berge im Hintergrund stehen den hellen, leuchtenden Farben der Wäsche und der Hausfassaden gegenüber. Die Komposition führt den Blick entlang der Wäscheleine, die diagonal durch das Bild verläuft und so Dynamik erzeugt. Das Licht scheint nicht direkt, sondern wird durch die Farbgebung suggeriert – die weißen und pastellfarbenen Tücher wirken wie reflektierende Flächen, die die Dunkelheit des Himmels und der Berge aufbrechen.
Das Leinwandbild wirkt besonders gut in Wohnzimmern oder Fluren, wo es als visueller Akzent dient. Es passt schön zu neutralen Wandfarben wie Grau oder Beige, aber auch zu kräftigen Blautönen, die den Himmel im Bild aufgreifen. In moderner oder skandinavischer Einrichtung hebt es sich durch seine expressiven Farben hervor, in rustikalen Räumen ergänzt es die natürliche Atmosphäre durch seine ländliche Thematik.
Marianne von Werefkin war eine russische Malerin des frühen 20. Jahrhunderts, die eng mit der Expressionistenbewegung verbunden war. Ihre Werke zeichnen sich durch eine starke Farbgebung und emotionale Ausdruckskraft aus. Sie gehörte zu den Pionierinnen der modernen Malerei in Russland und beeinflusste mit ihrer künstlerischen Sprache zahlreiche ihrer Zeitgenossen.
Der Kunstdruck ist im Querformat erhältlich – jede Größe wird individuell auf echter Künstler-Leinwand gefertigt. Aufgrund der individuellen Formatierung kann der Bildausschnitt je nach gewählter Größe leicht variieren, sodass das Werk optimal in Ihren Raum passt.
Über Marianne von Werefkin
1880 wird Ilja Repin, der bekannteste Maler des russischen Realismus ihr Privatlehrer. In der Zeit bis 1890 erwirbt sie sich in verschiedenen Ausstellungen den Namen "Russicher Rembrandt". Leider sind viele Bilder ihrer realistischen Malerei verschollen, nur wenige sind erhalten geblieben.
Der Jagdunfall, bei dem sie sich 1888 die rechte Malerhand durchschoss und den Mittelfinger verlor, beeinträchtigte Ihre Schaffenskraft weniger als die schicksalhafte Begegnung 1892 mit dem 4 Jahre jüngeren und mittellosen Offizier Alexej von Jawlensky.
In den kommenden 10 Jahren steckt Marianne Werefkin all ihre Energie in die Ausbildung und Förderung ihres untreuen Liebhabers und stellt auch ihr malerisches Schaffen und Können zurück, damit er keinen Grund zur Eifersucht hatte.
Nach dem Tod ihres Vaters,ausgestattet mit einer Pension von heute umgerechnet 90 000.- Euro, zog sie mit Jawlensky und der 10jährigen Zofe Helene 1896 nach München. 6 Jahre später bekam Helene einen Sohn, dessen Vater Jawlensky war. Ihre Verletzungenen und ihre Einsamkeit verarbeitete sie in ihren "Briefen an einen Unbekannten".
Der Salon, den sie in Schwabing unterhielt, war schon bald ein beliebter Treffpunkt der Kunstszene und Marianne eine große Theoretikerin und Anregerin.
Nach einem längeren Aufenthalt in Frankreich nahm sie 1906 ihre Maltätigkeit wieder auf. Sie ließ sich stilistisch und motivistisch von ihren Malerkollegen Paul Gaugin, van Gogh, Lois Anquetin und auch Edvard Munch anregen und schuf bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges bahnbrechende und zukunftsweisende Werke des Expressionismus.
In Murnau, im sogenannten Russenhaus, der "Geburtsstätte" der abstrakten Malerei war ihr Stil Vorbild für namhafte Künstler wie Kandinsky, Gabriele Münther und Franz Marc. Mit diesen Mitgliedern der Neuen Künstlervereinigung und den blauen Reitern stellte sie ihre Bilder 1911 in der Neuen Sezession in Berlin mit großem Erfolg aus.
1914 floh sie mit ihrem Dienstpersonal in die neutrale Schweiz. Im Zuge der Russischen Oktoberrevolution verlor sie ihren zaristischen Pensionsanspruch und lebte, nachdem Jawlensky sich von ihr getrennt hatte, von Plakat- und Postkartenmalerei und der Unterstützung guter Freunde. Verarmt, aber in ihrer Schaffenskraft ungebrochen, verstarb sie nach einem langen Herzleiden am 6.2.1938 als Staatenlose in Ascona.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
Unsere Empfehlung – Zusatzschutz: Auf Wunsch versiegeln wir Ihr Bild von Hand mit der Art-Finish Schutzveredelung – besonders widerstandsfähig gegen Kratzer, mit seidenmattem Glanz.