Portrait von Alexej von Jawlensky
Über das Werk
Das „Portrait von Alexej von Jawlensky“ von Marianne von Werefkin zeigt den Künstler in einer intimen, fast meditativen Pose, wobei die Farbgebung und die Pinseltechnik eine tiefe emotionale Wirkung entfalten. Die sichtbare Textur der Leinwand unterstreicht die Handarbeit und verleiht dem Bild eine lebendige Präsenz, die sich im Raum besonders ausbreitet. Dieses Werk lädt dazu ein, sich Zeit zu nehmen und die Nuancen der Farbgebung und des Ausdrucks zu entdecken.
Der Blick des Porträtierten
Das Bild zeichnet sich durch eine reduzierte Farbpalette aus, in der warme Rottöne und Ocker auf dunklem Grund dominieren. Der Kopf von Jawlensky ist leicht nach unten geneigt, der Blick verschwommen, fast entrückt – ein Effekt, der durch die sichtbare Pinselstruktur und die leichte Unschärfe der Konturen entsteht. Die weiße Kragenpartie hebt sich kontrastreich ab und lenkt den Blick auf das Gesicht, während der Hintergrund absichtlich undeutlich bleibt, um die emotionale Intensität zu verstärken.
Das Leinwandbild wirkt besonders gut in ruhigen, gedämpften Räumen wie dem Schlafzimmer oder einem gemütlichen Wohnzimmer. Es passt schön zu neutralen Wandfarben wie Grau oder Beige und harmoniert mit minimalistischer oder klassischer Einrichtung, da es durch seine Farbgebung und Komposition eine ruhige, aber präsente Atmosphäre schafft. Im Büro oder Flur kann es als zentrales Element dienen, das den Raum aufwertet, ohne zu dominieren.
Marianne von Werefkin war eine bedeutende russische Malerin der frühen Moderne, eng verbunden mit der Expressionisten-Gruppe „Der Blaue Reiter“. Ihre Werke zeichnen sich durch eine expressive Farbgebung und eine emotionale Tiefe aus, die oft von persönlichen Beziehungen und inneren Zuständen geprägt sind. Ihr Stil verbindet figurative Elemente mit einer starken Abstraktion, wodurch ihre Porträts eine besondere Intimität gewinnen.
Das Werk ist im Hochformat erhältlich – jede Größe wird individuell auf echter Künstler-Leinwand handgefertigt. Je nach gewähltem Format kann der Bildausschnitt leicht variieren, um die Komposition optimal zu präsentieren und den Raum bestmöglich zu ergänzen.
Über Marianne von Werefkin
1880 wird Ilja Repin, der bekannteste Maler des russischen Realismus ihr Privatlehrer. In der Zeit bis 1890 erwirbt sie sich in verschiedenen Ausstellungen den Namen "Russicher Rembrandt". Leider sind viele Bilder ihrer realistischen Malerei verschollen, nur wenige sind erhalten geblieben.
Der Jagdunfall, bei dem sie sich 1888 die rechte Malerhand durchschoss und den Mittelfinger verlor, beeinträchtigte Ihre Schaffenskraft weniger als die schicksalhafte Begegnung 1892 mit dem 4 Jahre jüngeren und mittellosen Offizier Alexej von Jawlensky.
In den kommenden 10 Jahren steckt Marianne Werefkin all ihre Energie in die Ausbildung und Förderung ihres untreuen Liebhabers und stellt auch ihr malerisches Schaffen und Können zurück, damit er keinen Grund zur Eifersucht hatte.
Nach dem Tod ihres Vaters,ausgestattet mit einer Pension von heute umgerechnet 90 000.- Euro, zog sie mit Jawlensky und der 10jährigen Zofe Helene 1896 nach München. 6 Jahre später bekam Helene einen Sohn, dessen Vater Jawlensky war. Ihre Verletzungenen und ihre Einsamkeit verarbeitete sie in ihren "Briefen an einen Unbekannten".
Der Salon, den sie in Schwabing unterhielt, war schon bald ein beliebter Treffpunkt der Kunstszene und Marianne eine große Theoretikerin und Anregerin.
Nach einem längeren Aufenthalt in Frankreich nahm sie 1906 ihre Maltätigkeit wieder auf. Sie ließ sich stilistisch und motivistisch von ihren Malerkollegen Paul Gaugin, van Gogh, Lois Anquetin und auch Edvard Munch anregen und schuf bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges bahnbrechende und zukunftsweisende Werke des Expressionismus.
In Murnau, im sogenannten Russenhaus, der "Geburtsstätte" der abstrakten Malerei war ihr Stil Vorbild für namhafte Künstler wie Kandinsky, Gabriele Münther und Franz Marc. Mit diesen Mitgliedern der Neuen Künstlervereinigung und den blauen Reitern stellte sie ihre Bilder 1911 in der Neuen Sezession in Berlin mit großem Erfolg aus.
1914 floh sie mit ihrem Dienstpersonal in die neutrale Schweiz. Im Zuge der Russischen Oktoberrevolution verlor sie ihren zaristischen Pensionsanspruch und lebte, nachdem Jawlensky sich von ihr getrennt hatte, von Plakat- und Postkartenmalerei und der Unterstützung guter Freunde. Verarmt, aber in ihrer Schaffenskraft ungebrochen, verstarb sie nach einem langen Herzleiden am 6.2.1938 als Staatenlose in Ascona.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
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