Viehmarkt
Über das Werk
„Viehmarkt" von Marianne von Werefkin zeigt eine lebendige Szene ländlichen Handels: Menschen in traditioneller Kleidung versammeln sich auf einem hellen Platz, im Vordergrund ein braunes Rind, dahinter Figuren in Schwarz und leuchendem Blau. Die expressionistische Farbgebung mit kräftigem Grün und strahlendem Gelb verleiht dem Geschehen eine besondere Intensität.
Ländliche Szene in expressionistischer Farbkraft
Das Gemälde fängt den Moment eines Viehmarkts mit reduzierten Formen und kräftigen Kontrasten ein. Der sandige Platz im Vordergrund wird von dunkel gekleideten Figuren belebt, während eine Frau in leuchtendem Blau und Orange einen markanten Farbakzent setzt. Im Hintergrund staffeln sich grüne Hügel und Bäume, darüber spannt sich ein warmer gelber Himmel. Die flächige Malweise und die bewusst vereinfachten Silhouetten der Menschen verstärken den expressiven Charakter der Darstellung. Das Rind im Bildvordergrund bindet die Komposition an die ländliche Thematik.
Als Leinwandbild wirkt „Viehmarkt" besonders gut in Räumen mit hellen Wandtönen, wo die kräftigen Grün- und Gelbtöne zur Geltung kommen. Das Hochformat eignet sich für schmale Wandflächen im Flur oder Treppenhaus, fügt sich aber ebenso harmonisch in Wohnräume mit natürlichen Materialien und modernem Ambiente ein. Die warme Farbstimmung passt schön zu Holzmöbeln und zurückhaltender Einrichtung.
Marianne von Werefkin gehörte zu den bedeutenden Vertreterinnen des Expressionismus und war Mitglied der Künstlergruppe „Blauer Reiter" in München. Ihre Werke zeichnen sich durch intensive Farbgebung und die Reduktion auf wesentliche Formen aus. Sie prägte mit ihrer eigenständigen Bildsprache die Moderne des frühen 20. Jahrhunderts.
Dieses Werk ist im Hochformat angelegt. Ihr Kunstdruck auf Leinwand wird individuell in der von Ihnen gewählten Größe gefertigt, wobei der Bildausschnitt je nach Format leicht variieren kann, um die optimale Wirkung zu erzielen.
Über Marianne von Werefkin
1880 wird Ilja Repin, der bekannteste Maler des russischen Realismus ihr Privatlehrer. In der Zeit bis 1890 erwirbt sie sich in verschiedenen Ausstellungen den Namen "Russicher Rembrandt". Leider sind viele Bilder ihrer realistischen Malerei verschollen, nur wenige sind erhalten geblieben.
Der Jagdunfall, bei dem sie sich 1888 die rechte Malerhand durchschoss und den Mittelfinger verlor, beeinträchtigte Ihre Schaffenskraft weniger als die schicksalhafte Begegnung 1892 mit dem 4 Jahre jüngeren und mittellosen Offizier Alexej von Jawlensky.
In den kommenden 10 Jahren steckt Marianne Werefkin all ihre Energie in die Ausbildung und Förderung ihres untreuen Liebhabers und stellt auch ihr malerisches Schaffen und Können zurück, damit er keinen Grund zur Eifersucht hatte.
Nach dem Tod ihres Vaters,ausgestattet mit einer Pension von heute umgerechnet 90 000.- Euro, zog sie mit Jawlensky und der 10jährigen Zofe Helene 1896 nach München. 6 Jahre später bekam Helene einen Sohn, dessen Vater Jawlensky war. Ihre Verletzungenen und ihre Einsamkeit verarbeitete sie in ihren "Briefen an einen Unbekannten".
Der Salon, den sie in Schwabing unterhielt, war schon bald ein beliebter Treffpunkt der Kunstszene und Marianne eine große Theoretikerin und Anregerin.
Nach einem längeren Aufenthalt in Frankreich nahm sie 1906 ihre Maltätigkeit wieder auf. Sie ließ sich stilistisch und motivistisch von ihren Malerkollegen Paul Gaugin, van Gogh, Lois Anquetin und auch Edvard Munch anregen und schuf bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges bahnbrechende und zukunftsweisende Werke des Expressionismus.
In Murnau, im sogenannten Russenhaus, der "Geburtsstätte" der abstrakten Malerei war ihr Stil Vorbild für namhafte Künstler wie Kandinsky, Gabriele Münther und Franz Marc. Mit diesen Mitgliedern der Neuen Künstlervereinigung und den blauen Reitern stellte sie ihre Bilder 1911 in der Neuen Sezession in Berlin mit großem Erfolg aus.
1914 floh sie mit ihrem Dienstpersonal in die neutrale Schweiz. Im Zuge der Russischen Oktoberrevolution verlor sie ihren zaristischen Pensionsanspruch und lebte, nachdem Jawlensky sich von ihr getrennt hatte, von Plakat- und Postkartenmalerei und der Unterstützung guter Freunde. Verarmt, aber in ihrer Schaffenskraft ungebrochen, verstarb sie nach einem langen Herzleiden am 6.2.1938 als Staatenlose in Ascona.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
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