Selbstportrait
Über das Werk
Das Selbstportrait von Marianne von Werefkin zeigt die Künstlerin in einer frontal-durchdringenden Pose, deren Blick den Betrachter direkt anspricht. Die intensive Farbgebung – vor allem das scharfe Rot des Hutes und die kontrastreiche Hauttönung – erzeugt eine fast theatralische Präsenz, die über die bloße Abbildung hinausgeht und eine innere Spannung sichtbar macht. Dieses Leinwandbild lädt ein, sich mit der Persönlichkeit und dem künstlerischen Selbstverständnis der Malerin auseinanderzusetzen.
Das Gesicht als Bühne
Im Bild dominieren kräftige, fast ungemischte Farben: das scharfe Rot des Hutes, das tiefgrüne und blaue Hintergrundfeld sowie die gelblich-rosa Tönung der Haut, die durch dunkle Konturen noch stärker hervorgehoben wird. Die Komposition ist eng gefasst, der Kopf und die Schultern füllen fast das gesamte Bildfeld, wodurch die Wirkung intensiviert wird. Das Licht scheint nicht von außen, sondern aus der Farbe selbst zu kommen – es modelliert kaum, sondern definiert Form durch Kontrast und Fläche. Die Augen, mit ihren roten Pupillen, wirken wie Brennpunkte, die den Betrachter festhalten.
Das Leinwandbild wirkt besonders gut in Räumen mit ruhiger Farbgebung – etwa in einem Wohnzimmer mit grauen oder weißen Wänden, wo die Farbintensität des Bildes zur Geltung kommt. Es passt schön zu modernen oder klassischen Einrichtungsstilen, solange diese nicht überladen sind; im Schlafzimmer oder Flur kann es als zentrales, stimmungsvolles Element dienen. Auch im Büro wirkt es als kraftvolle Gegenüberstellung zur Alltagsroutine.
Marianne von Werefkin gehörte zur Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts, war eng mit dem Blauen Reiter verbunden und entwickelte einen expressiven Stil, der zwischen Symbolismus und früher Moderne pendelt. Ihre Werke zeichnen sich durch emotionale Intensität und eine unkonventionelle Farbgebung aus. Als russische Malerin, die in Deutschland arbeitete, brachte sie eine eigene Perspektive in die europäische Kunstlandschaft ein.
Das Selbstportrait von Marianne von Werefkin ist als Kunstdruck auf echter Künstler-Leinwand erhältlich – jedes Format wird individuell angefertigt. Aufgrund des Hochformats kann der Bildausschnitt je nach gewählter Größe leicht variieren, um die Komposition optimal zu erhalten.
Über Marianne von Werefkin
1880 wird Ilja Repin, der bekannteste Maler des russischen Realismus ihr Privatlehrer. In der Zeit bis 1890 erwirbt sie sich in verschiedenen Ausstellungen den Namen "Russicher Rembrandt". Leider sind viele Bilder ihrer realistischen Malerei verschollen, nur wenige sind erhalten geblieben.
Der Jagdunfall, bei dem sie sich 1888 die rechte Malerhand durchschoss und den Mittelfinger verlor, beeinträchtigte Ihre Schaffenskraft weniger als die schicksalhafte Begegnung 1892 mit dem 4 Jahre jüngeren und mittellosen Offizier Alexej von Jawlensky.
In den kommenden 10 Jahren steckt Marianne Werefkin all ihre Energie in die Ausbildung und Förderung ihres untreuen Liebhabers und stellt auch ihr malerisches Schaffen und Können zurück, damit er keinen Grund zur Eifersucht hatte.
Nach dem Tod ihres Vaters,ausgestattet mit einer Pension von heute umgerechnet 90 000.- Euro, zog sie mit Jawlensky und der 10jährigen Zofe Helene 1896 nach München. 6 Jahre später bekam Helene einen Sohn, dessen Vater Jawlensky war. Ihre Verletzungenen und ihre Einsamkeit verarbeitete sie in ihren "Briefen an einen Unbekannten".
Der Salon, den sie in Schwabing unterhielt, war schon bald ein beliebter Treffpunkt der Kunstszene und Marianne eine große Theoretikerin und Anregerin.
Nach einem längeren Aufenthalt in Frankreich nahm sie 1906 ihre Maltätigkeit wieder auf. Sie ließ sich stilistisch und motivistisch von ihren Malerkollegen Paul Gaugin, van Gogh, Lois Anquetin und auch Edvard Munch anregen und schuf bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges bahnbrechende und zukunftsweisende Werke des Expressionismus.
In Murnau, im sogenannten Russenhaus, der "Geburtsstätte" der abstrakten Malerei war ihr Stil Vorbild für namhafte Künstler wie Kandinsky, Gabriele Münther und Franz Marc. Mit diesen Mitgliedern der Neuen Künstlervereinigung und den blauen Reitern stellte sie ihre Bilder 1911 in der Neuen Sezession in Berlin mit großem Erfolg aus.
1914 floh sie mit ihrem Dienstpersonal in die neutrale Schweiz. Im Zuge der Russischen Oktoberrevolution verlor sie ihren zaristischen Pensionsanspruch und lebte, nachdem Jawlensky sich von ihr getrennt hatte, von Plakat- und Postkartenmalerei und der Unterstützung guter Freunde. Verarmt, aber in ihrer Schaffenskraft ungebrochen, verstarb sie nach einem langen Herzleiden am 6.2.1938 als Staatenlose in Ascona.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
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