Sonnenaufgang
Über das Werk
Das Gemälde „Sonnenaufgang“ von Marianne von Werefkin zeigt eine dramatische Landschaft, in der ein flammender Himmel über einem ruhigen, dunklen Gewässer aufgeht. Die Farben wirken wie eine emotionale Entladung: Violett, Orange und Grün stoßen aneinander, während schemenhafte Figuren im Vordergrund schwerfällig durch den Schnee stapfen. Das Werk vermittelt eine Stimmung zwischen Hoffnung und Melancholie – ein Moment, der nicht nur den Tag beginnt, sondern auch eine innere Veränderung andeutet.
Die Farbexplosion am Horizont
Im Zentrum des Bildes dominiert ein greller, fast organisch wirkender Sonnenball, der in warmen Orangetönen und rosafarbenen Schlieren explodiert. Darunter erstreckt sich ein kühler, dunkelblauer See, dessen Oberfläche kaum Wellen zeigt – ein Kontrast aus Hitze und Kälte. Die Silhouetten der Bäume am Ufer sind schwarz und spitz, fast wie Messer, die in den Himmel ragen. Im Vordergrund bewegen sich drei Figuren, deren Körperhaltung Mühe und Erschöpfung ausdrückt, während sie durch eine schneebedeckte Landschaft ziehen. Die Komposition ist asymmetrisch, doch die Farbverteilung erzeugt eine unerwartete Balance zwischen Chaos und Ruhe.
Das Leinwandbild wirkt besonders gut in ruhigen Räumen mit neutralen Wandfarben – etwa in einem Wohnzimmer mit Holzmöbeln oder einem Schlafzimmer mit sanften Grau- oder Beigetönen. Es passt schön zu skandinavischem oder modernem Landhausstil, aber auch zu minimalistischer Einrichtung, wenn es als zentrales Element platziert wird. Im Büro oder Flur kann es als stimmungsvolle Akzentwand dienen, besonders wenn es mit gedämpfter Beleuchtung kombiniert wird.
Marianne von Werefkin gehörte zur Avantgarde der frühen Moderne und war eng mit der Blauen Reiter-Gruppe verbunden. Ihre Malerei zeichnet sich durch expressive Farbgebung und emotionale Intensität aus, oft mit einer gewissen düsteren Symbolik. Sie arbeitete in einer Zeit, in der Frauen in der Kunst noch selten ernst genommen wurden – doch ihre Werke, wie auch „Sonnenaufgang“, zeugen von einer unverwechselbaren künstlerischen Stimme.
Der Kunstdruck ist im Querformat erhältlich – jede Größe wird individuell auf echter Künstler-Leinwand handgefertigt. Je nach gewähltem Format kann der Bildausschnitt leicht variieren, um die Komposition optimal zu erhalten und den Raum bestmöglich zu ergänzen.
Über Marianne von Werefkin
1880 wird Ilja Repin, der bekannteste Maler des russischen Realismus ihr Privatlehrer. In der Zeit bis 1890 erwirbt sie sich in verschiedenen Ausstellungen den Namen "Russicher Rembrandt". Leider sind viele Bilder ihrer realistischen Malerei verschollen, nur wenige sind erhalten geblieben.
Der Jagdunfall, bei dem sie sich 1888 die rechte Malerhand durchschoss und den Mittelfinger verlor, beeinträchtigte Ihre Schaffenskraft weniger als die schicksalhafte Begegnung 1892 mit dem 4 Jahre jüngeren und mittellosen Offizier Alexej von Jawlensky.
In den kommenden 10 Jahren steckt Marianne Werefkin all ihre Energie in die Ausbildung und Förderung ihres untreuen Liebhabers und stellt auch ihr malerisches Schaffen und Können zurück, damit er keinen Grund zur Eifersucht hatte.
Nach dem Tod ihres Vaters,ausgestattet mit einer Pension von heute umgerechnet 90 000.- Euro, zog sie mit Jawlensky und der 10jährigen Zofe Helene 1896 nach München. 6 Jahre später bekam Helene einen Sohn, dessen Vater Jawlensky war. Ihre Verletzungenen und ihre Einsamkeit verarbeitete sie in ihren "Briefen an einen Unbekannten".
Der Salon, den sie in Schwabing unterhielt, war schon bald ein beliebter Treffpunkt der Kunstszene und Marianne eine große Theoretikerin und Anregerin.
Nach einem längeren Aufenthalt in Frankreich nahm sie 1906 ihre Maltätigkeit wieder auf. Sie ließ sich stilistisch und motivistisch von ihren Malerkollegen Paul Gaugin, van Gogh, Lois Anquetin und auch Edvard Munch anregen und schuf bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges bahnbrechende und zukunftsweisende Werke des Expressionismus.
In Murnau, im sogenannten Russenhaus, der "Geburtsstätte" der abstrakten Malerei war ihr Stil Vorbild für namhafte Künstler wie Kandinsky, Gabriele Münther und Franz Marc. Mit diesen Mitgliedern der Neuen Künstlervereinigung und den blauen Reitern stellte sie ihre Bilder 1911 in der Neuen Sezession in Berlin mit großem Erfolg aus.
1914 floh sie mit ihrem Dienstpersonal in die neutrale Schweiz. Im Zuge der Russischen Oktoberrevolution verlor sie ihren zaristischen Pensionsanspruch und lebte, nachdem Jawlensky sich von ihr getrennt hatte, von Plakat- und Postkartenmalerei und der Unterstützung guter Freunde. Verarmt, aber in ihrer Schaffenskraft ungebrochen, verstarb sie nach einem langen Herzleiden am 6.2.1938 als Staatenlose in Ascona.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
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