Tanzendes Paar
Über das Werk
Ein umschlungenes Paar tanzt in einem grün gehaltenen Interieur, während am Boden zwei Hunde die intime Szene beobachten. „Tanzendes Paar" von Marianne von Werefkin verbindet expressionistische Farbkraft mit einer Darstellung häuslicher Vertrautheit und schafft eine Atmosphäre zwischen Bewegung und Geborgenheit. Die kräftigen Farben und die skizzenhafte Malweise verleihen dem Werk eine unmittelbare, lebendige Ausstrahlung.
Häusliche Intimität in expressiver Farbgebung
Das Gemälde zeigt ein Interieur, das von einem leuchtenden Grünton dominiert wird. Im Zentrum tanzen zwei Figuren eng umschlungen, ihre Körper in dunklen Blau- und Grautönen gehalten. Links im Bild steht ein kleiner Tisch mit einer Vase roter Tulpen, die einen farblichen Akzent setzen. Ein großer Spiegel mit hellem Rahmen öffnet den Raum optisch, während rechts ein blauer Kachelofen mit glühendem Feuer Wärme ausstrahlt. Daneben ein zierlicher Stuhl mit orangefarbenem Polster. Am Boden bewegen sich zwei helle Hunde, die der Szenerie eine alltägliche Note geben. Die pastose Malweise und die kräftigen Konturen erzeugen eine dynamische, fast skizzenhafte Bildsprache, die charakteristisch für den Expressionismus ist.
Dieser Kunstdruck wirkt besonders gut in Wohnräumen, die von einer warmherzigen, persönlichen Atmosphäre geprägt sind. Im Wohnzimmer über einem Sofa oder Sideboard entfaltet das Leinwandbild seine einladende Wirkung, während es im Esszimmer Geselligkeit unterstreicht. Die Kombination aus Grün und warmen Erdtönen harmoniert schön mit Naturholzmöbeln und textilen Oberflächen. Auch in einem Flur oder Treppenhaus kann das Werk mit seiner lebendigen Farbigkeit akzentuieren, ohne aufdringlich zu wirken. Helle bis mittlere Wandfarben lassen die Farbkontraste gut zur Geltung kommen.
Marianne von Werefkin gehört zu den bedeutenden Vertreterinnen des deutschen Expressionismus. Die aus Russland stammende Künstlerin war in München aktiv und eng mit der Künstlergruppe „Der Blaue Reiter" verbunden. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch expressive Farbgebung und eine reduzierte Formensprache aus, die dem menschlichen Erleben und der emotionalen Atmosphäre Raum gibt.
Als Leinwandbild im Querformat bietet „Tanzendes Paar" eine horizontale Bildwirkung, die sich gut für breitere Wandflächen eignet. Jedes Format wird individuell in Deutschland gefertigt, wobei der Bildausschnitt je nach gewählter Größe leicht variieren kann, um die optimale Komposition zu gewährleisten.
Über Marianne von Werefkin
1880 wird Ilja Repin, der bekannteste Maler des russischen Realismus ihr Privatlehrer. In der Zeit bis 1890 erwirbt sie sich in verschiedenen Ausstellungen den Namen "Russicher Rembrandt". Leider sind viele Bilder ihrer realistischen Malerei verschollen, nur wenige sind erhalten geblieben.
Der Jagdunfall, bei dem sie sich 1888 die rechte Malerhand durchschoss und den Mittelfinger verlor, beeinträchtigte Ihre Schaffenskraft weniger als die schicksalhafte Begegnung 1892 mit dem 4 Jahre jüngeren und mittellosen Offizier Alexej von Jawlensky.
In den kommenden 10 Jahren steckt Marianne Werefkin all ihre Energie in die Ausbildung und Förderung ihres untreuen Liebhabers und stellt auch ihr malerisches Schaffen und Können zurück, damit er keinen Grund zur Eifersucht hatte.
Nach dem Tod ihres Vaters,ausgestattet mit einer Pension von heute umgerechnet 90 000.- Euro, zog sie mit Jawlensky und der 10jährigen Zofe Helene 1896 nach München. 6 Jahre später bekam Helene einen Sohn, dessen Vater Jawlensky war. Ihre Verletzungenen und ihre Einsamkeit verarbeitete sie in ihren "Briefen an einen Unbekannten".
Der Salon, den sie in Schwabing unterhielt, war schon bald ein beliebter Treffpunkt der Kunstszene und Marianne eine große Theoretikerin und Anregerin.
Nach einem längeren Aufenthalt in Frankreich nahm sie 1906 ihre Maltätigkeit wieder auf. Sie ließ sich stilistisch und motivistisch von ihren Malerkollegen Paul Gaugin, van Gogh, Lois Anquetin und auch Edvard Munch anregen und schuf bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges bahnbrechende und zukunftsweisende Werke des Expressionismus.
In Murnau, im sogenannten Russenhaus, der "Geburtsstätte" der abstrakten Malerei war ihr Stil Vorbild für namhafte Künstler wie Kandinsky, Gabriele Münther und Franz Marc. Mit diesen Mitgliedern der Neuen Künstlervereinigung und den blauen Reitern stellte sie ihre Bilder 1911 in der Neuen Sezession in Berlin mit großem Erfolg aus.
1914 floh sie mit ihrem Dienstpersonal in die neutrale Schweiz. Im Zuge der Russischen Oktoberrevolution verlor sie ihren zaristischen Pensionsanspruch und lebte, nachdem Jawlensky sich von ihr getrennt hatte, von Plakat- und Postkartenmalerei und der Unterstützung guter Freunde. Verarmt, aber in ihrer Schaffenskraft ungebrochen, verstarb sie nach einem langen Herzleiden am 6.2.1938 als Staatenlose in Ascona.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
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