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Anton Braith Kunstdrucke auf Leinwand



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Am 2.September 1836 wird Anton Braith in Biberach an der Riß in eine schwäbische Familie hineingeboren. Der Vater Anton Braith war ein armer Tagelöhner, der mit seiner Frau Anna Maria, geb. Härle nur mühsam die kinderreiche Familie ernähren konnte. So mußte auch der kleine Anton schon früh mithelfen und das Vieh hüten. Er war ein guter Beobachter und entfaltete schon bald sein Zeichentalent. Dem Genremaler Johann Babtist Pflug fällt die Begabung des Knaben auf und mit seiner Hilfe erhält der damals erst Fünfzehnjährige ein Stipendium an der Kunstschule in Stuttgart. Ohne finanzielle Unterstützung seiner Eltern hungert er sich ab 1851 durch sein Studium. Unterrichtet wird er von Heinrich Franz Gaudenz von Rustige, Heinrich Funk und Bernhard von Neher.

Nach ersten Erfolgen zieht er mit seinem Mitschüler Albert Kappis 1860 von Stuttgart nach München. An der dortigen Akademie der Bildenden Künste hat er Franz von Defregger, Hans Makart und Franz von Lenbach als Mitschüler bei Professor Karl Theodor von Piloty. Anton Braith konzentriert sich auf die Tiermalerei, malt Kühe, Schafe und Ziegen, die er nur zu gut kennt. Er knüpft Kontakte zu Künstlerkolonien auf der Fraueninsel im Chiemsee, nach Brannenburg und Pang. Mit seinem Freund Christian Mali, Albert Kappis und Carl Ebert reist er 1867 nach Paris. Er nimmt an internationale Kunst- und Weltausstellungen teil und erhält für seine Bilder neben Anerkennung auch etliche Goldmedaillen.

Auch finanziell erfolgreich, kann sich der großzügige Schwabe zusammen mit Mali in Nähe der Theresienwiese in München um 1870 ein imposantes Wohn- und Atelierhaus bauen lassen. In der sogenannten „Schwabenburg“ wohnten auch immer wieder andere Maler, die sich keine Unterkunft leisten konnten. Er ermöglicht auch seinen Eltern, die er zu sich nach München holt, einen unbeschwerten Lebensabend. Er bereist mit seinem engen Freund Christian Italien und Frankreich, hält sich in Norddeutschland, am Bodensee und gerne auch in Südtirol auf. Seine Tier- und Landschaftsbilder hängen in der Münchner Pinakothek, in der Staatsgalerie Stuttgart und sind auch in der Hamburger Kunsthalle zu bewundern. Braith erhält den Frieden- als auch den Michaelsorden und wird zum Professor der Münchner Akademie.

Als in München die Secession gegründet wird, schließt sich ihr der Maler nicht an, sondern bleibt bei der Münchener Künsterschaft, in der er schon länger Mitglied ist. Als eingefleischter Junggeselle hat er nie geheiratet und sein Leben lang mit seinem Freund Mali eine „Männerwirtschaft“ geführt. (In ihrem Haus gab es keine Küche.) 1904 hielt er sich zu Kur in Bozen auf, nachdem er ein Jahr zuvor an der Leber erkrankt war. Er zog in seine Wohnung nach Biberach, die er sich 1875 gekauft hat und ließ sich dort in der Vaterstadt pflegen und versorgen. Am 3. Januar 1905 stirbt der Maler, der als Millionär in seinen Heimatort zurückgekehrt ist und hinterläßt der Stadt Biberach seinen gesamten künstlerischen Nachlass.

Sein langjähriger und treuer Freund Christian Mali überlebt Braith nur um zwei Jahre und wird neben ihm auf dem Alten Katholschen Friedhof beigesetzt. Auch er vermacht seinen Nachlass der Gemeinde in der sich heute das schöne Braith-Mali-Museum befindet.
Anton Braith Bilder auf Leinwand:
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