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Helmut Kolle Kunstdrucke auf Leinwand



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Der deutsche Maler Helmut Kolle wurde als zweiter Sohn des bekannten Bakteriologen Wilhelm Kolle am 24. Februar 1899 in Berlin-Charlottenburg geboren. Als er sieben Jahre war zog die Familie, bedingt durch den Beruf des Vaters, nach Bern, elf Jahre später nach Frankfurt am Main.
Als Einjähriger erkrankt er an einer schweren Lungen- und Blinddarmentzündung, dessen Folgen ihn ein Leben lang beeinträchtigen sollten. Er entdeckte schon früh seine Liebe zu Bildern und erhielt als Kind privaten Malunterricht, später bildete er sich selbst als Autodidakt weiter.

In Frankfurt lernte er auch den 25 Jahre älteren homosexuellen Wilhelm Uhde kennen, der sein Mentor, Förderer und Lebensgefährte wurde und mit dem er bis zu seinem viel zu frühen Tod eine eheähnliche Beziehung führte.
Von 1919 bis 1920 arbeitete er mit seinem Partner, mit dem er auf Burg Lauenstein im Frankenwald zusammenlebte, an dessen Zeitschrift „Die Freude“ mit und veröffentlichte seine ersten literarischen Versuche in Gedichtform.
Uhde nahm Einfluss auf seinen künstlerischen Stil und seine ästhetischen Ansichten und Kolle freundete sich mit der Ölmalerei an. 1922 zog das Paar nach Berlin und bereits 1924 hatte er seine erste Einzelausstellung in Dresden im Kunstsalon Richter.

Mit seinem Mentor zog er noch im gleichen Jahr nach Paris, wo Kolle in den Museen die französichen Klassiker studiert und Uhde auch die Malerei einer ehemaligen Putzfrau Séraphine Lois förderte.
Bereits 1926 konnte er durch Uhdes Einfluss und seine Bemühungen in renommierten Galerien ausstellen. In der Galerie Bing fanden vor allem seine dandyhaften Selbstporträts, dessen Intensität durch seine Krankheit und Leiden eine anrührende Ausstrahlung besaßen, ästhetisch bewusste Sammler und Käufer.

Bevor er mit Uhde 1928 , zu diesem Zeitpunkt schon schwer krank, nach Chantilly zog, lernte er Henri Rousseau, Georges Braque und Pablo Picasso kennen, letzterer bescheinigte seinen Bildern eine große Vitalität und Lebenskraft.

Helmut Kolle, der sich als einer der wenigen deutschen Maler auf dem französischen Kunstmarkt durchsetzen konnte starb am 17.November 1931 in Chantilly bei Paris. Sein Freund und Gefährte richtete ein Jahr später eine Erinnerungsausstellung in der Galerie Bonjean ein. In Deutschland hatte er einen eher geringen Bekanntheitsgrad und ein Großteil seiner Werke sind in privatem Besitz.
Helmut Kolle Bilder auf Leinwand:
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