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Fritz Erler Kunstdrucke auf Leinwand



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Der deutsche Maler, Grafiker und Bühnenbildner Fritz Erler wurde am 15. Dezember 1868 als Sohn des königlichen Kreissekretärs Friedrich Louis Erler und seiner Ehefrau Ernestine Auguste Berta, geb. Mayer im schlesischen Frankenstein geboren.
1875 zog die Familie nach Strehlen, wo er das Gymnasium besuchte. Ab 1886 studierte er an der Königlichen Kunst- und Gewerbeschule in Breslau und wurde zum Meisterschüler bei bei Albrecht Peter Bräuer. Ab 1889 lernte er an verschiedenen Kunstakademien, so lernte er in Berlin, Weimar und München, um von 1892 bis 1894 die private Académie Julian in Paris zu besuchen.
In München, wo sich Fritz Erler 1894 schließlich niederließ, wurde er mit dem Verleger Georg Hirth und dem Publizisten Fritz von Orsini Mitherausgeber der Zeitschrift „Die Jugend“. Die wurde zum erfolgreichen Sprachrohr der neuen, fortschrittlichen Stilbewegung des Jugendstils.Bis 1916 gehörte er dem festen Mitarbeiterstab an.

1899 gründete er mit einer Reihe anderer Künstler die Münchner Künstlervereinigung „Die Scholle“, die bis 1910 bestehen sollte. Die Gruppe zog in den Sommermonaten zum Arbeiten nach Holzhausen an den Ammersee und hier lernte Erler auch Anna Hörger kennen, die er 1903 heiratete. Der Sohn Dietrich kam drei Jahre später zur Welt.
Da der Maler seit 1893 kunstgewerbliche Entwürfe für Glasfenster, Vasen und Buchdeckel, später auch Möbel sowie Bühnen- und Innendekorationen anfertigte, war er um die Jahrhundertwende einer der begehrtesten Künstler in München. und erhielt 1906 den Auftrag, die Fresken im Kurhaus, im sogenannten Muschelsaal, in Wiesbaden zu gestalten.
Die spektakuläre Farbgebung seiner eigenwilligen Komposition der „Vier Jahreszeiten“ wurde von Wilhelm II bei der Einweihung harsch kritisiert, was aber seiner Bekanntheit nur förderlich war. 1908 erhielt er sogar den Titel eines königlichen Professors.

Erler war bis zum Ersten Weltkrieg ein äußerst vielseitiger und populärer Künstler, dessen zahlreichen Porträts und großformatigen Gemälde, seine Entwürfe von Exlibris, Fresken und Mosaiken im Jugendstil, Bühnenbilder und Kostüme mit mehreren Gold- und Silbermedaillen ausgezeichnet wurden.
Im Ersten Weltkrieg war Erler als offizieller Kriegsmaler auf den Kriegsschauplätzen tätig und vom Geschehen ebenso fasziniert wie entsetzt. Es entstanden zahlreiche Gemälde und Grafiken mit patriotischem und heroischen Inhalt. Die Oberste Heeresleitung nutzte seine Werke für ihre Kriegspropaganda. Für seine Kriegsanleiheplakate wurde er mit dem König-Ludwig-Kreuz geehrt.
Nach Ende des Krieges wurden seine Arbeiten, obwohl stilistisch nicht mehr so aktuell, auch weiterhin geschätzt und gekauft. Seine Lage verschlechterte sich auch nicht nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten, da er von offizieller Seite den Auftrag erhielt, von mehreren nationalsozialistischen Größen und von Adolf Hitler Porträts anzufertigen.

Sein letzter großer Auftrag bestand 1937 aus einem Zyklus von monumentalen Glasmosaiken mit heroischem Inhalt und einer nordischen Menschendarstellung für die Reichshauptbank in Berlin, die von Hitler persönlich genehmigt wurde.
Am 11. Dezember 1940 starb Fritz Erler in München und wurde auf dem Friedhof in Holzhausen am Ammersee begraben. Der Maler selbst und sein Werk geriet in Vergessenheit.
Fritz Erler Bilder auf Leinwand:
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